Die alkoholfreie Woche

Manchmal ist es so, dass man sich am Abend nicht das Bierchen genehmigen kann. Oder man trifft sich irgendwann mal wieder mit Freunden, und muss noch fahren. Oder man hat halt einfach Bock mal was Alkoholfreies zu testen.

Basiswissen „Alkoholfrei“

So ging es mir in der letzten Woche, deswegen habe ich mich mit einigen alkoholfreien Bieren eingedeckt. Dabei ist alkoholfreies Bier nicht gänzlich ohne Alkohol. Biere, die weniger als 0,5% aufweisen, dürfen in Deutschland als alkoholfreies Bier gekennzeichnet werden.

Und wie kommt der Alkohol aus dem Bier? Beim Destillieren wird das Bier erhitzt und dabei wird der Alkohol vom Wasser getrennt. Allerdings geht dieses Verfahren zu Lasten von zahlreichen Aromen. Bei der Membrantrennung wird das Bier durch eine Folie gepresst. Nur Wasser und Alkohol geht durch die Folie, die hochkonzentrierte Flüssigkeit, die übrigbleibt, wird wieder mit Wasser angefüllt. Bei der Dialyse wird eine Folie verwendet, die aber durchlässiger ist als bei der Membrantrennung. Bier und Wasser laufen ineinander. Das Ganze dauert so lange, bis der Alkoholgehalt entsprechend unter 0,5% liegt. Hinter dem Begriff Pervaporation verbirgt sich etwas, das der Membrantrennung sehr ähnlich ist. An der Außenseite der Membran wird der Alkohol erhitzt und gasförmig abgezogen. Bei der Unterdrückung der Gärung entsteht wenig oder gar kein Alkohol, allerdings können sich auch typische Aromen nicht entwickeln.

Das Alkoholfreie von Wunderbräu

Bei der alkoholfreien Variante handelt es sich um ein Lager mit wenig Bittereinheiten. Das Etikett ist goldgelb und genauso zeichnet sich das Bier auch im Glas. Das Bier ist erfrischend und hat eine sehr deutliche zitronige Note, die sowohl in der Nase als auch auf der Zunge deutlich wird. Die Mischung zwischen Frucht und herber Hopfennote ist gelungen, ein leckeres Bier und ein guter Durstlöscher im Sommer.

Lammsbräu hell

Spätestens seit seinem Auftritt bei Schaumgeboren ist das Alkoholfreie von Lammsbräu ein Klassiker und im Bioladen oder im Reformhaus erhältlich. Gut zu trinken, es wirkt ziemlich isotonisch, hat dabei aber eine deutliche Hopfennote.

Das Brutal Alkoholfrei von Wolfscraft

Im Sortimentsquartett von Wolfscraft darf ein Alkoholfreies nicht fehlen. Das Bier kommt mit wenig Bitterkeit und einer enormen Süffigkeit daher. Im Geruch ist es exotisch und im Geschmack kommen Zitrone und Passionsfrucht durch, auch der Hopfen lässt sich deutlich herausschmecken.

Surfer, das Summer Ale aus Rügen

Auch Ales kommen ohne Alkohol, bzw. mit deutlich weniger Alkohol aus. Das Summer Ale von der Inselbrauerei Rügen schmeckt leicht, fruchtig und nach einem Sommertag am Ostseestrand. Eine leichte Herbe darf nicht fehlen. Geschmacklich deutlich anders und fruchtiger als die bisherigen Variationen.

Die Doldennull aus Riedenburg

Ich nehme es gleich vorweg: Das Bier ist mein Favorit der Woche. Hell, hopfig und fruchtig und nur 19 Kalorien für 100g. Für alle die kein alkoholisiertes Bier trinken wollen oder können, müssen bei der Doldennull zwar auf Alkohol, aber nicht auf Geschmack verzichten. Das IPA sieht trüb aus und schimmert in dunklem Orange, das nicht nur im Sommer, sondern eben auch im Winter schmeckt. Also auch eine gute Alternative zu alkoholfreiem Punsch.

Lammsbräu dunkel

Für den- oder diejenigen, die es lieber malzig als hopfig mögen, ist das Lammsbräu dunkel wahrscheinlich die erste Wahl. Süffig, malzig, aber trotzdem leicht, da das Bier kalorienreduziert ist. Dazu kommen feine Noten von Karamell und Schokolade, genau richtig für die kalte Jahreszeit.

Snorkeler, das Sea Salt IPA aus Rügen

Das zweite Bier aus Rügen ist das Sea Salt IPA aus der Rügener Inselbrauerei. Leicht herb und fruchtig, aber auch das Salz schmeckt man deutlich, aber nicht zu deutlich heraus. Das Bier hat Charakter und ist eine gute Alternative zum alkoholischen IPA.

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