Viermal Bitburger, aber das beste Bier gibt es in Augsburg

Für viele gehört Stadionfußball, Bier und Bratwurst irgendwie zusammen. Doch der biertrinkende Fußballfan hat es derzeit schwer. Die Bundesliga gibt es live nur bei Sky oder DAZN, die Zusammenfassung bietet immerhin die Sportschau. Also gibt es Fußball im Fernsehen, Bier im Kühlschrank und Bratwurst vom Grill. Aber könnt ihr euch noch an das letzte Stadionbier erinnern und wisst ihr noch, welches Bier in welchem Stadion gezapft wurde und hoffentlich bald wieder gezapft wird?

Viermal Bitburger

Das Pilsener von Bitburger gibt es in der Bundesliga gleich viermal. Und zwar in Leverkusen, Mönchengladbach, Hoffenheim und Mainz. Offensichtlich trinkt man Bitburger nicht nur in unseren Stadien, sondern in der ganzen Welt. Die Brauerei produziert 4 Millionen Hektoliter Bier und exportiert dieses auch in 60 Länder. Wer das Bitburger schonmal frisch gezapft getrunken hat, wird sich sicher an das typische Glas erinnern. Auch der Geschmack ist für ein industrielles Bier absolutes in Ordnung. Im Glas schimmert das Bier pilstypisch goldgelb und bildet dabei eine gute Schaumkrone. Es ist süffig und die Hopfennote ist deutlich spürbar. Fehlt jetzt nur noch die Bratwurst.

Jeweils zwei Stadien mit Veltins, Krombacher & Gaffel

Das man „Auf Schalke“ Veltins trinkt wissen wir dank Rudi Assauer wahrscheinlich alle. Aber auch beim VfL Wolfsburg setzt man auf das Pils aus dem sauerländischen Meschede. Typisch für das Pils ist die Steini-Flasche, von der man sich in 1990er-Jahren trennen wollte. Dem Veltins-Trinker hat das nicht gefallen und deswegen wurde sie kurzerhand wiedereingeführt. Veltins gehört zu den beliebtesten Bieren in Deutschland, lobenswert ist auch der Mehrweganteil von 94%. Optisch ein typisches Pils, der Schaum kann sich ebenfalls sehen lassen. Im Abgang ist es aber etwas süßer als das Konkurrenzprodukt aus Bitburg.

Krombacher ist das meistgetrunkenste Bier in Deutschland und 2017 wurden davon fast 6 Millionen Hektoliter gebraut. Wären die Stadien geöffnet gäbe es das Bier aus dem Siegerland in Frankfurt und Bielefeld. Auch das Krombacher ist, wie fast alle Mainstream-Biere, gut zu trinken, kommt aber nicht mit Überraschungen daher. Für ein Bier im Stadion gibt es hier aber insgesamt nichts zu meckern.

Mit dem Gaffel gibt es immerhin in zwei Bundesliga-Stadien ein Kölsch. Und zwar in Leverkusen und logischerweise eben in Köln. In Westfalen hat das Kölsch nicht den besten Ruf. Meiner Meinung nach ist das Kölsch und auch das Gaffel aber gar nicht so schlecht, wie viele immer meinen. In der Kölschstange sieht das Bier gut aus, typisch goldgelb mi feinem Schaum und wohldosierten Aromen. Ein Kölsch darf übrigens nur so heißen, wenn es auch in Köln und der nahen Umgebung gebraut wurde.

Beim Rekordmeister gibt’s Paulaner

Beim FC Bayern setzt man auf Paulaner. Neben dem klassischen Weizenbier gibt es auch Helles, Urtyp und diverse Spezialitäten mit oder ohne Alkohol. In der Allianz-Arena war ich leider noch nicht, im Olypiastadion gab es, wenn ich mich recht erinnere, mehrere Sorten. Mein Favorit von Paulaner war damals wie heute das Helle von Paulaner. Das gibt es deutschlandweit und ist von Zeit zu Zeit sogar als Dosenbier im Discounter erhältlich. Das Helle ist gut trinkbar, hebt sich allerdings nicht ab.

Bier statt Brause

In Leipzig gibt’s nur Brause? Falsch, eigentlich ist Leipzig eine Stadt mit Bierkultur. Nicht nur klassische Biere haben hier eine Tradition, sondern auch die Gose. Die gibt es meines Wissens aber nicht im Stadion. Dort gibt es das Ur-Krostritzer Pilsener. Die Brauerei gehört inzwischen zur Radeberger-Gruppe. Auch dieses Bier macht im Glas was her. Goldgelb und ein guter Schaum. Die typische Würze wird am Ende von einer Bitterkeit abgelöst, wie es für ein Pils sein muss. Nicht schlecht das Pils, auf jeden Fall besser als Brause.

Lokales Bier in Dortmund

Die Stadt Dortmund ist nicht für Fußball, sondern auch für ihre Bierkultur bekannt. Zahlreiche Brauereien findet man in der Ruhrgebietsstadt. Unter anderem auch die Brinkhoffs-Brauerei. Auch diese Brauerei gehört zur Radeberger-Gruppe. Langanhaltender Schaum und die typische Pilsfarbe zeigen sich im Glas. Es ist süffig und malzig, außerdem kommen zu dem Malz noch andere Getreidearten, die sich geschmacklich durchsetzen. Dazu hat es die richtige Würze. Fehlt nur noch das 1:0 für den BVB und eine volle Süd.

Berliner Pils und Berliner Kindl bei Union und Hertha.

In der Alten Försterei ist das Berliner Pils im Ausschank. Optisch ein gutes Pils mit standfestem Schaum. Es ist herb und würzig. Von der Qualität sicher nichts zu meckern, für ein Stadionbier sicherlich auch völlig okay. Bei der alten Dame gibt es das Berliner Kindl, welches im Glas echt lecker aussieht. Das Bier ist leicht gehopft, trotzdem mild und malzig. Ein qualitativ gutes Bier im mittleren Durchschnitt.

Tannenzäpfle Bier in Freiburg

Der SC Freiburg ist sicherlich ein besonderer Club. Dazu passt das Rothaus Pils aus dem Schwarzwald. Wenn man es korrekt nimmt, kommt das Bier aus der „Badischen Staatsbrauerei Rothaus“. Die Brauerei wurde wohl deswegen oft von ehemaligen Politikern geleitet, doch 2013 wurde die Stelle der Brauereileitung erstmals ausgeschrieben. Der Antrunk ist so, wie man sich ein süffiges Pils aus dem Süden wünscht. Süßer Malz und bitterer Hopfen bilden ein perfektes Aromenduo und sorgen für den guten Geschmack. Ein heißer Anwärter auf den Sieger in der auserkorenen Kategorie.

Die unbekannte Größe: Stuttgarter Hofbräu

Das einzige Bier, welches ich noch nie probiert habe ist das Stuttgarter Hofbräu. Was nicht ist, kann ja noch werden.

Haake Beck bei Werder Bremen

Im Bremer Weserstadion gibt es mit Haake Beck ein typisch nordisches Pils. Das Pils ist herb und genau das, was man erwartet. Dazu kommt eine Hopfigkeit, die man sich gerne gefallen lässt. Ein gutes Bier für einen warmen Sommertag oder eben für einen Auswärtssieg beim SV Werder Bremen.

Riegele beim FC Augsburg

Die Brauerei Riegele hat einige feine Biere im Angebot. Eines davon, ich tippe mal auf das Pils, wird auch im Stadion angeboten. Das Pils, was als Herren Pils auf dem Markt ist, zeigt sich hellgold im Glas und eine Stammwürze von 11,6° Plato. Die Nase freut sich über Hopfenaromen, den man auch im Gaumen spürt. Für ein Bier, das fernab der deutschen Küste gebraut wird, ist es ziemlich herb. Das schadet dem Bier aber nicht. Ganz im Gegenteil. Das Bier ist rundum gelungen und in dieser Kategorie mein persönlicher Favorit.

Fazit

Auf dem ersten Platz landet für mich das Stadionbier des FC Augsburg, dicht gefolgt vom Tannenzäpfle Pils, das es in Freiburg gibt. Bronze geht an RB Leipzig und das Ur-Krostritzer.

Wenn du gerne Bier trinkst, aber noch nicht so experimentierfreudig bist, probiere doch mal die Sortimente deiner Stammbrauerei durch.

Vereinim AusschankAlternative aus dem Sortiment
Bayern MünchenPaulaner HefeweizenPaulaner Münchener Hell
RB LeipzigUr-KostritzerUr-Krostritzer Schwarzbier
VfL Wolfsburg, Schalke 04Veltins PilsGrevensteiner Landbier
Eintracht Frankfurt, Arminia BielefeldKrombacher Pilsnaturtrübes Kellerbier
Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, TSG Hoffenheim, Mainz 05Bitburger PilsBitburger Priple Hop´d Lager
Borussia DortmundBrinkhoffs No.1 
Union BerlinBerliner Pils 
Hertha BSC BerlinBerliner Kindl 
SC FreiburgTannenzäpfle PilsTannenzäpfle Weizen
VfB StuttgartStuttgarter Hofbräu 
Werder BremenHaake Beck 
AugsburgRiegele Herren PilsBayrisch Ale 2
1. FC Köln, Bayer LeverkusenGaffel KölschGaffel Sonnenhopfen

2 Kommentare

Schreibe eine Antwort zu Happy Birthday: Ein Jahr Hopfendelikatessen – www.hopfendelikatessen.com Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s