Brauen? Natürlich nachhaltig!

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind zwei Themen, die unsere alle beschäftigen sollten. Die Zeiten von großen und umweltschädlichen Autos sollten meiner Meinung nach genauso vorbei sein, wie die Zeiten von fossilen Energieträgern. Es ist Zeit für einen Mentalitätswandel in der Mobilitäts- und Klimafrage. Auch die Getränkewirtschaft macht sich entsprechende Gedanken. Es gibt sicher zahlreiche Beispiele, aber hier gibt es drei Beispiele für klimagerechtes Brauen und andere Umweltprojekte aus der bierigen Branche.

Felsenbräu, Thalmannsfeld (Mittelfranken)

Die fränkische Brauerei ist ein Familienunternehmen, das in der dritten Generation geführt wird. Man hat es geschafft, die Brauerei ohne Öl und Gas zu betreiben. Dafür hat man auf Hackschnitzeltechnik, Solarenergie und Ökostrom umgestellt. Das hat nicht nur den Betreibern, sondern auch der TU München-Weihenstephan gefallen, die die Brauerei Felsenbräu als erste Solarbrauerei Deutschlands zertifiziert hat. Als erste Brauerei konnte man seit 2007 98 Prozent der Energie zur Bierherstellung aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugen. Das machte sich die Brauerei zu eigen und nannte sein Bier fortan Solarbier. Neben den nachwachsenden Rohstoffen setzt man auch auf die traditionelle Natureisernte. Dazu setzt man bei den Bierkästen auf ausrangierte Produkte der Konkurrenz und versieht diese mit eigenen Aufklebern.

Im Sortiment der Pioniere gibt es aktuell ein Helles.

Wunderbräu, München (Bayern)

Die sieben Biere (Pils, Helles, Alkoholfrei, Naturradler alkoholfrei, Weizen, Weizen alkoholfrei, Dunkles Weizen alkoholfrei) sind nicht nur „Bio“, sondern auch nachhaltig. Laut Angaben auf der Homepage ist das gesamte Unternehmen klimaneutral, der minimale CO2-Ausstoß wird durch Klimazertifikate ausgeglichen. Dazu hat man sich entschieden, neutrale Mehrwegkisten und Mehrwegflaschen zu verwenden. Dadurch muss das Leergut nicht quer durch die Republik gekarrt werden, sondern kann in der gleichen Region wiederverwendet werden. Besonders gefällt mir dabei auch die das brauereieigene Kraftwerk, wo man klimaneutralen Strom produziert.

Für den Brauprozess werden außerdem nur Produkte verwendet, die es in einem 50-Kilometer-Radius rund um die Brauerei gibt. Das gleiche gilt für das Brauwasser. Das wird über die eigene Quelle gefördert.

Wunderbräu ist im Übrigen eine Marke von Wolfscraft.

Gehölz Bräu, Leipzig (Sachsen)

Zu jedem Bier gibt es einen Baum dazu. Das ist das Versprechen der Macher von Gehölz Bräu. Die beiden Biermacher sammeln über eine Crowdfundingaktion aktuell das nötige Kleingeld, um ihr Biobier auf den Markt zu bringen. Dabei will man von der ersten Flasche an nachhaltig agieren und unterstützt ein ökologisches Baumpflanzprojekt.

3 Gedanken zu „Brauen? Natürlich nachhaltig!

  1. Es gibt viel bessere Beispiele für echte nachhaltige Bio-Biere. Am Beispiel von Wunderbräu: das eine Münchner Biermarke ist, einer Firma aus Freising gehört, die am Chiemsee braut? Und Mehrwegflaschen als Haupt- Nachhaktigkeitsgrund?? Schlechte Beispiele. Lammsbräu, Riedenburger- das sind noch echte Bio-Brauereien, die sich für regionalität, Bio und Nachhaltigkeit richtig einsetzten!

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