Die Bierchen-Serie von Stauder

Als Kind des Ruhr1gebietes ist mir die Marke Stauder durchaus ein Begriff. Allerdings kann ich, ehrlich gesagt, mit dem Pils von Stauder nicht viel anfangen. Beim Kauf von lokalem Pils habe ich mich deswegen in der Regel an andere Marken gehalten.

Das änderte sich 2018, als die Essener Biermacher das „Original Bierchen“ auf dem Markt warfen. Das helle Bierchen ist etwas trüb und hat nicht nur auf dem Etikett eine Hopfendolde. Das Bier ist mit Citra- und Simcoe-Hopfen gebraut und hat deswegen ein feines Aroma von Limetten und Grapefruit. Das Ergebnis kommt durch Kalthopfung, das sogenannte Hopfenstopfen zustande, und kann sich sehen lassen. Das verspricht auch schon der angenehm fruchtige Geruch. Unterm Strich ein hervorragendes Helles, was auch etwas in den Ale-Bereich abdriftet. Schmeckt nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter.

Das zweite Bier des Quartetts ist das Helle Bierchen. Das Etikett ist nun blau statt gelb. Und die Hopfendolde wurde durch Getreideähren abgelöst. Dem Geschmack tut das aber keinen Abbruch. Im Glas leuchtet das Helle Gold und Gelb, genauso muss es sein. Das Helle von Stauder darf man, finde ich, auch gerne aus der Flasche trinken. Vor allem, wenn man am Grill steht oder sich sein Feierabendbierchen im Garten gönnt. Geruch und Antrunk sind voller Malz. Das macht das Bier gut und süffig. Fein gehopft ist dieses Bier eher mild als würzig. Man schmeckt Getreide und brotige Aromen, die das Bier verdammt lecker machen. Mit dem hellen Bierchen muss sich das Ruhrgebiet nicht hinter den bayrischen und fränkischen Brauereien verstecken.

Dritter im Bunde ist das Festbier. Das Bier ist mit dem Saphir-Hopfen eingebraut, das sorgt für eine harmonische Bittere, gleichzeitig aber auch für Würze und Fruchtigkeit. Beim Festbier handelt es sich um ein Märzen, welches im Glas Goldgelb schimmert. Der Geruch ist würzig, was auch der Antrunk von sich behaupten kann. Die leichte Süße rundet den Geschmack ab. Im Gegensatz zu den beiden anderen Bierchen ist das Festbier meiner Meinung nach nichts für den Sommer, sondern eher für die Zeit zwischen Herbst und Spätwinter.

Ganz neu im Sortiment, und von mir noch nicht probiert, ist das Starkbierchen. Was auf der Homepage von Stauder zu lesen ist, macht aber durchaus Lust aufs Verkosten. Citra und Simcoe sorgen für Bier mit fruchtigen Aromen. Im Gegensatz zu den anderen Bierchen gibt es das Starkbierchen aber nur in der 0,75l-Spezialflasche. Macht aber nix, zwei schmecken bestimmt auch gut.

Für alle klassischen Pilstrinker gibt’s von Stauder natürlich auch das Pils.

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