Die Craftbierserie aus der Bergmann-Brauerei

Die Stadt Dortmund steht nicht nur für den BVB und guten Fußball: Wir wissen nicht erst seit den Grappa-Romanen von Gabriella Wollenhaupt, dass Dortmund eigentlich Bierstadt heißen müsste.

In den Hochzeiten von Kohle und Stahl gab es in Dortmund insgesamt acht Großbrauereien. Das waren Bergmann, DAB, Dortmunder Union, Hansa, Kronen, Ritter, Stifts und Thier. Mit Ausnahme der Bergmann-Brauerei werden alle heutigen Dortmunder Biere in einer Brauerei in der Nordstadt gebraut.

Die Bergmann-Brauerei schien lange Zeit vergessen. Die ehemalige Großbrauerei wurde 1972 geschlossen und die Marke wurde 2003 durch die Union-Brauerei aufgegeben. Bis im Jahre 2005 der Gründer der neuen Bergmann-Brauerei auf den Namen stieß. Kurz darauf beantragte er die Reservierung der Marke Bergmann-Bier. So nahm die Geschichte ihren Lauf. Insgesamt 16 Bierbegeisterte teilten sich den ersten Sud des Exportbieres von 6.000 Litern, welcher damals noch in Hagen gebraut wurde. Inzwischen wird das Bier in einer eigenen Brauerei gebraut. Neben dem Pils, dem Export, dem Schwarzbier, dem Spezial und dem Kellerbier, hat man eine besondere Craftbierserie aufgelegt.

Adambier:

Das Adambier gab es bis in die 1960er-Jahre. Bevor ich die große 0.75-Liter-Flasche im heimischen Rewe sah, war mir der Begriff Adambier völlig unbekannt. Durch Röst- und Karamellmalze hat das Bier einen sehr malzigen Charakter, der durch feinen Hopfen abgerundet wird. Man kann das Bier mit einem rheinischen Altbier vergleichen, allerdings ist das Adambier ungleich stärker. Das letzte Adambier kam aus der Thier-Brauerei und wurde jetzt von den Bergmännern wieder ins Leben gerufen. Wenn Du es probieren willst, dann sei gewarnt: Es ist ziemlich stark. Für Freunde der besonderen Note, gibt es auch das im Eichenfass gereifte Adambier.

Hopfensünde:

Ein Leben ohne Sünde ist zwar möglich, aber bestimmt ziemlich langweilig. Das gilt auch für die Hopfensünde. Das Bier erinnert ein bisschen an ein Red Ale und ist mit dem guten Hallertauer Hopfen eingebraut. Es duftet herrlich fruchtig und hat ein ganz feines Hopfenaroma. Das Bier wird nach dem Brauprozess noch mal kalt nachgehopft. Und zwar so lange, bis es das hopfige Aroma angenommen hat. Die Hopfensünde ist der Favorit meines Schwagers. Und ich muss sagen, so ganz falsch liegt er nicht.

´72

Mein persönlicher Favorit ist das ´72. Das Bier erinnert an die Zeiten der Zechen und Stahlwerke. An die Epoche der Eckkneipen und an die Zeiten, als am Kiosk noch Bier getrunken wurde. Als sich alle Gesellschaftsschichten am Tresen trafen. Manchmal wäre eine Zeitreise in die 1970er-Jahre bestimmt spannend. Mit dem Dortmunder Bockbier geht das sogar. Das Bier hat Charakter, eine gute Hopfennote und eine gute Bitterkeit. Ein Durstlöscher nach einer harten Schicht. Oder einfach nur so.

Schlanke Mathilde

Die Schlanke Mathilde ist nach der Frau des ehemaligen Bürgermeisters von Hörde benannt. Zu der Dame kann ich nichts sagen, aber das Bier ist alles andere als schlank. Was man dadurch auf die Bürgermeistergattin schließen kann? Egal. Es ist ein helles Bockbier mit einem fruchtigen und hopfigem Aroma. Schmeckt hervorragend zu Grillgerichten oder einfach so zwischendurch. Am besten teilt man sich die große Flasche, so bleibt für jeden ein gutes Glas. Für alle Biere gilt, dass man es am besten aus einem Craftbier- oder Rotweinglas genießen sollte.

Erhältlich sind die Biere bei REWE Dortmund oder bei den Verkaufsstellen der Bergmann-Brauerei.

2 Gedanken zu „Die Craftbierserie aus der Bergmann-Brauerei

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