No Save Point: Das Hazy IPA von BRLO und Run the Jewels

Mein letztes Bierpaket kam aus der Berliner BRLO Brauerei. Jedes Mal, wenn ich irgendwo über diese Marke gestolpert bin, habe ich mich gefragt, wie man auf die Idee kommt, seine Brauerei so zu nennen. BRLO, ein Name des man nicht unfallfrei aussprechen kann. Eine Abkürzung? Nein, mitnichten. Die Bezeichnung BRLO ist slawischen Ursprungs und heißt so viel wie Sumpfgebiet. Doch nicht nur das: Es ist auch der slawische Ursprung des Namens Berlin.

Wie so viele Brauereien, ist auch die BRLO Brauerei aus einer Bierlaune entstanden. Okay, glaubt man den Angaben der Homepage, dann war es eher eine Schnapsidee. Aber es ist der Beweis, dass man sowohl Bierlaunen als auch Schnapsideen durchaus ernstnehmen sollte.

Seit 2016 hat man eine eigene Brauerei mit eigenem Restaurant und Biergarten. Ich weiß jetzt schon, wo beim nächsten Berlin-Besuch gegessen wird. Direkt nebenan steht eine 20 hl-Brauanlage, in der Helles, Pale Ale, German IPA, Porter, Red Light Ale und Berliner Weisse gebraut wird. Und eben die Collaboration Sude mit befreundeten Brauern.

Genauso hat man es auch beim „No Save Point“ getan und das Bier in Zusammenarbeit mit den amerikanischen Rappern „Run the Jewels“ herausgebracht.

Was ist ein Hazy IPA

Ein Hazy IPA, welches das beschriebene Getränk ist, ist eine andere Bezeichnung für ein NEIPA, ein New England IPA. Der Bierstil kommt von der Ostküste der USA. Man streitet sich, ob es ein eigener Bierstil ist, oder dem IPA zugeordnet werden kann. Der sichtbarste Unterschied liegt in der Trübung. Hazy bedeutet trüb, was ein IPA grundsätzlich nicht ist. Zudem sind NEIPAS fruchtiger als der Klassiker. Der Hopfen wird erst relativ spät ins Bier gegeben. Das hat den Vorteil, dass sich die Bitterstoffe nicht aus dem Hopfen lösen. Auch der Prozess des Hopfenstopfens wird beim NEIPA angewendet.

Zum Bier

Wenn man das Bier eingießt, am besten in ein IPA-Glas oder einen Teku-Pokal, nimmt die Nase direkt die fruchtigen Aromen wahr. Wenn man manche Biere eingießt, weiß man direkt, dass sie einfach wunderbar sind. Das merkt man diesem Bier direkt am Geruch an. Ich bin immer wieder fasziniert, welche Aromen man durch die Zugabe von besonderem Hopfen erreichen kann. Durch das Einbrauen der Hopfensorten Simcoe, Mosaic, Citra und Amarillo schmeckt man direkt die Zitrusfrüchte, dazu gesellen sich die feinen Aromen von Pinie, Maracuja und Beeren. Dieses Bier ist wahre Kunst und verdammt lecker.

Am besten genießt man dazu ein Steak vom Grill. Schmeckt aber auch einfach nur so. Gerne mehr davon!

Ein Gedanke zu „No Save Point: Das Hazy IPA von BRLO und Run the Jewels

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s