Münsteraner Doppel: Finne Pils und das Cream Ale

Einstmals war Münster mit 100 Brauereien eine echte westfälische Biermetropole. Heute gibt es in der Domstadt nur noch eine Handvoll davon. Eine von ihnen ist die Finne Brauerei aus dem Kreuzviertel. Das Münsteraner Kreuzviertel liegt am nördlichen Rand des Stadtzentrums rund um die Heilig-Kreuz-Kirche, die dem Viertel auch den Namen gibt.

Das Helle von Finne war damals mein Einstieg in die Welt der Craftbiere, auch das Weizen und das IPA habe ich schon getrunken. Jetzt gibt es inzwischen auch ein Pils und ein sogenanntes Cream Ale im Sortiment. Zu den genannten Bieren hat man auch ein Scottish Ale, ein Naturradler und eine alkoholfreie Variante im festen Programm. Dazu kommen immer wieder saisonale Biere, zu denen auch das Cream Ale gehört.

Eine kleine Menge wird in der Finne gebraut, den Großteil der Biermenge brauen die Macherinnen und Macher der Finne aber in befreundeten Brauereien. Das große Ziel ist aber eine eigene Brauerei in Münster.

Durch die Verwendung von Rohstoffen aus biologischem Anbau und durch den Verzicht von Pestiziden hat das Bier Bioqualität.

Ich setze übrigens darauf, dass man im Sommer wieder auswärts Bier trinken kann. Ein Besuch in der Finne steht dick und fett im Kalender. Schließlich sind es mit dem Fahrrad „nur“ rund 30 Kilometer.

Bis es soweit ist, decke ich mich halt im Lüdinghauser Marktladen mit den nötigen Finnen ein.

Don´t worry, be happy! – Cream Ale

Bei den ganzen verschieden Ale-Typen kann man schonmal durcheinander kommen. Deswegen in aller Kürze: Ein Cream Ale ist mit einem hellen Lager verwandt und ist in der Regel hellgold. Der Geschmack ist eher leicht und erfrischend, so dass sich Hopfen und Malz bedeckt halten.

Das trifft auf die Münsteraner Variante genau zu. Das Bier wurde zur fünften Jahreszeit auf den Markt geworfen. Auf Kamelle musste man dieses Jahr aus bekannten Gründen verzichten. Wer dieses Bier probieren wird, will wahrscheinlich nie wieder Kamelle habe. Ich finde den blumigen Geschmack einfach sensationell. Kurzum: Das Bier macht Spaß.

Das Pils

Der Münsteraner erkennt auf den ersten Blick. Das Etikett ziert die Lambertikirche. Genau wie das Pils findet man die Lambertikirche im Herzen von Münster. Das Besondere an der Kirche ist die Tatsache, dass am Kirchturm drei Eisenkörbe befestigt sind. Dort wurden die Leichenahme der drei Anführer des Täuferreichs ausgestellt, nachdem sie öffentlich gefoltert und hingerichtet wurden. Heutzutage ist man auch im katholischen Westfalen nicht mehr so barbarisch.

Das Pils sieht im Glas genauso aus, wie man es erwartet. Der Schaum ist cremig und das Bier ist gut und leicht zu trinken. Man schmeckt das Malz, aber es bleibt spritzig und bringt eine angenehme Würze mit. Am Ende wird der Gaumen auch mit der typischen Bitterheit versorgt. So muss ein Pils schmecken. Es schmeckt nach frischen und guten Zutaten und hebt sich dadurch deutlich vom Einheitsbier ab. Ein leckeres Pils.

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