Wem gehören „unsere Brauereien“? Sieben heimische Braugruppe in den weltweiten Top 40!

Das Craftbier nimmt, nicht zuletzt dank innovativer Brauerinnen und Brauern, eine immer größer werdende Position ein. Allerdings ist das handgemachte Bier immer noch ein Nischenprodukt, denn der Markt wird von den Big Playern beherrscht. Wie das Portal GetränkeNews berichtet, hat die belgische Brauereigruppe AB InBev insgesamt 561,4 Millionen Hektoliter Bier produziert. Das macht fast 30 Prozent der Weltbierproduktion aus. Hinter der Anheuser Busch-Marke verbergen sich unter anderem auch Beck´s, Corona, Franziskaner, Hasseröder, Diebels, Haake Beck, Löwenbräu, Spaten sowie das Fassbier-Zapfsystem „Perfect Draft“. Internationales Bier aus dem Hause Anheuser Busch sind Hoegaarden, Stella Artois, Leffe und Budweiser.

Die zweitgrößte Brauereigruppe kommt aus der Hauptstadt der Niederlande. Das bekannteste Bier der Niederländer ist das eigene Lager, dazu kommen Beteiligungen bei Paulaner (30 Prozent). Weiterhin hat man die Vertriebsrechte an Desperados, Strongbow Cider, Bulmers und Murphys. International ist man von Äthopien bis Weißrussland an zahlreichen Brauereien beteiligt.

Die Bronzemedaille geht an die chinesische Brauerei „China Resources Breweries“ mit Sitz in Hongkong. Die Brauerei wurde 1994 gegründet und war zunächst ein Gemeinschaftsunternehmen mit Beteiligung von SAB Miller. 2016 hat SAB Miller allerdings wieder an den chinesischen Miteigentümer verkauft. Das Bier aus China bleibt zum größten Teil auf dem chinesischen Binnenmarkt.

Mit einem weltweiten Produktionsanteil von 0,6% und einem Ausstoß 11,6 Millionen Hektolitern in 2019 liegt die Radeberger Gruppe als größte deutsche Brauerei auf Platz 23. Neben dem Pils aus Radeberg bei Dresden verbergen sich auch Traditionsmarken wie Jever, Schöfferhofer, Clausthaler, Allgäuer Büble Bier, Oberstdorfer Helles, Berliner Kindl, Altenmünster Brauer Bier, Krusovice, Guiness, Hop House 13, Berliner Pilsener, Schultheiss, Ur-Krostritzer, Freiberger, Stuttgarter Hofbräu, Tucher, Zirndorfer, Grüner Bier, hasen, Allgäuer Brauhaus, Schlösser Alt, Binding, Sion Kölsch, Gaffel Kölsch, Dom Kölsch, Peters Kölsch, Dortmunder Kronen, Brinkhoffs, Hövels, Rostocker, Mahn & Ohlerich, Henninger, DAB, Wicküler & Sternburg.

Knapp dahinter (0,5% weltweiter Produktionsanteil) liegt die TCB Beteiligungsgesellschaft. Hinter diesem technischen Namen verbirgt sich eine Holding die hinter den Marken Feldschlösschen, Frankfurter Brauhaus, Gilde, Champigneulles, Askania, Coschützer Pils, Lindener Spezial und Dresdener Felsenkeller steht.

Auf Platz 28 steht die bayrische Oettinger Brauerei. Neben den unter eigenem Label produzierten Bieren produziert man auch Eigenmarken für deutsche Discount- und Supermärkte. Mittlerweile produziert man in Deutschland an vier Standorten. Dazu kommen Standorte in Russland und Ost- und Südosteuropas.

Knapp dahinter liegt die Bitburger Brauereigruppe. Die Braugruppe aus der Eifel kommt auf insgesamt 8 Millionen Hektoliter Bier. Das Sortiment von Bitburger wurde zuletzt vom Maibock ergänzt, aber auch die Biere von König, Köstritzer, Licher, Craftwerk Brewing, Königsbacher Pilsener und Nette Edel Pils gehören zur Bitburger Gruppe.

Das Krombacher Pils ist national das meistgetrunkene Bier. Weltweit liegt die Krombacher Gruppe „nur“ auf Rang 31. Das Sortiment der Krombacher wurde stetig erweitert. Neben dem Weizenbier gehören auch Limobier, das Krombacher Hell, sowie Land- und Kellerbier und ein naturtrübes Dunkel zum Angebot der Siegerländer.

Einen Platz hinter der Braugruppe aus NRW liegt die bayrischen Brauerei Paulaner. Insgesamt waren es 2019 6 Millionen Hektoliter Bier, die die Münchener Brauerei verlassen werden. Dabei braut man in Süddeutschland nicht nur Weizenbiere, sondern auch alkoholfreie Biere, Biermischgetränke, verschiedene Münchener Helle, Zwickl, Oktoberfestbier, Doppelbock, dunkles Bier und einen hervorragenden Spezi. Weiterhin verwaltet die Paulaner Gruppe die Beteiligungen der Schörghuber Unternehmensgruppe in der Getränkesparte. Dazu gehören die Marken Hacker-Pschorr, Fürstenberg, Hopf Weißbierbrauerei Miesbach, Auer Bräu, Hoepfner, Schmucker, Riegeler Bier und Thurn und Taxis.

Letzte deutsche Brauerei in den Top-40 ist die Warsteiner-Brauerei aus dem Sauerland mit immerhin noch 0,2%-Weltmarktanteil. In Warstein braut man inzwischen nicht nur das klassische Pils, sondern auch Biermisch- und alkoholfreie Getränke. Dazu kommt das Winterbier mit herzhaften Malzaromen, sowie das naturtrübe Brewers Gold plus das hopfenbetonte Warsteiner Herb. Dazu gehören auch König Ludwig Schlossbrauerei Kaltenberg, Frankenheim Alt, Herforder, Weissenburg Pilsener, Isenbeck, Paderborner Gold und Paderborner Pilsener zur Warsteiner Gruppe. Außerdem pflegt man eine strategische Partnerschaft mit dem spanischen Marktführer San Miguel.

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