Erfolgreicher Fassanstich: Das Inkasso IPA von Astra

Was für den Oberbürgermeister der Stadt München die Eröffnung des Oktoberfestes ist, war für mich das diesjährige Osterfest. Seit langer Zeit gab es für mich mal wieder ein kleines Fässchen. Eigentlich hatte ich gehofft, zu Geburtstag ein paar mehr Leute einladen zu können, aber die aktuelle Situation rund um das Coronavirus gab das halt nicht her. So mussten wir uns zu zweit um die Fassleerung kümmern.

Warum muss es denn ausgerechnet ein ganzes Fass sein? Ganz einfach, kleinere Gebinde waren leider nicht zu bekommen, aber die Bestellung im Astra-Onlineshop verlief völlig problemlos, kaum hatte ich die Bestellung abgeschickt, klingelte der DPD-Mann schon an der Tür. Das ging so schnell, dass das Fässchen zwei Wochen zwischengelagert werden musste. Gut, dass ich einen großen Keller und mittlerweile drei Kühlschränke habe. Und ja: Dort steht nicht nur Bier!

Im Gegensatz zu den klassischen Astra-Bieren, die in Hamburg-Hausbruch gebraut werden, kommt das Inkasso-IPA gemeinsam mit dem Luden Lager, dem Keller Kalle, dem Weizenbeisser, der Nachtschicht und dem Stimulator aus dem Herzen von St. Pauli. Die kleine Brauerei liegt quasi direkt an der Reeperbahn.

Zurück zum Bier: Beim Inkasso IPA handelt es sich um ein Session IPA. Session Biere gibt es etwa seit 1995. Dabei handelt es sich um Biere mit niedrigem Alkoholgehalt. Die einen behaupten, dass der Begriff daher kommt, dass man sie einen ganzen Abend, also eine ganze Session trinken kann.

In den Zeiten des ersten Weltkrieges, kam es in den englischen Munitionsfabriken auf Sorgfältigkeit und Produktivität an. Bei Starkbieren kam es oftmals zu Produktionsmängeln, so dass extra Bier mit maximal 4% Vol. gebraut wurde. Von diesen Bieren durften die Arbeiter in den Drinking Sessions höchstens vier bis acht Pins trinken. Man ging davon aus, dass bei dieser Menge die Arbeitsfähigkeit nicht leiden wird. Ich bin mir da allerdings nicht so sicher.

Bei unserem Fass ist ein Anstich allerdings nicht nötig, es reicht völlig aus, den Zapfhahn hinauszuziehen und zu drehen. Oben ist eine Belüftung eingebaut, um das gelungene IPA bequem zu zapfen. Wie gesagt, dass Bier ist leicht. Durch das Einbrauen des Polaris-Hopfen wird für die typische Fruchtigkeit gesorgt, das Hopfenaroma hält sich zunächst noch zurück.

Der Polarishopfen ist seit 2012 zugelassen und sorgt beim Inkasso IPA für das fruchtige Aroma. Der Hopfen kommt besonders dann zur Geltung, wenn er zur Kalthopfung eingesetzt wird.

Für mich ein gelungenes Bierchen. Wenn wir demnächst alle geimpft sind, bestelle ich lieber zwei Fässchen.

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