Kleine Bierflaschenkunde

Bei der Verpackung ihres Bieres mögen es die Deutschen klassisch. Rund 80 Prozent des in Deutschland verkauften Bieres wird in Mehrwegflaschen verkauft. Doch leider ist dieser Trend rückläufig. Seit Beginn des 20. Jahrhundert gibt es in Deutschland die Mehrweg-Glasflasche. Mittlerweile gibt es in Deutschland über 120 verschiedene Flaschentypen.

Bis zum Ende der 1980-Jahre war die Euro-Flasche ein echter big player.  Die Flaschen sind in der Regel braun und nehmen einen halben Liter Bier auf, der mit einem Kronkorken verschlossen wird. Zunächst geht es vom Boden grade nach oben, erst am Flaschenhals verjüngt sich die Flasche. Heutzutage wird die Euroflasche wieder deutlich beliebter. Die Euroflasche wiegt 345 Gramm und ist 228mm hoch. Abgefüllt wird sie unter anderem mit dem Münchener Hell von Paulaner und dem hellem Lagerbier vom Augustinerbräu München.

Auch Nordrhein-Westfalen leistet sich einen eigenen Flaschetypen, und zwar die NRW-Flasche. Auf Wortwitze auf Kosten von Regierenden verzichte ich an dieser Stelle. Die besagte Flasche gibt es tatsächlich erst seit den 1980er-Jahren und wird heutzutage unter anderem von Erdinger benutzt.  Die NRW-Flasche ist mit 365 Gramm etwas schwerer als die Euro-Version. Dafür aber schmaler und höher.

Dann gibt es noch die Steini– oder Stubbiflasche. Freunde der Astrabiere dürfte sie auch als Knolle bekannt sein. Diese Flaschen überzeugen durch Handlichkeit. Sie sind klein und bauchig. Die Flasche wiegt 270 Gramm und ist mit einer Höhe von 174mm recht flach. Benutzt wird sie gerne von Bitburger, Veltins oder Astra.

Seit der letzten Jahrtausendwende kann sich die Longneck-Flasche über wachsende Beliebtheit freuen. Sie hat, wie es der Name verrät, einen langen Hals. Die Flasche fasst in der Regel 330ml, wiegt 310 Gramm und ist 238mm hoch. Bei der Einführung der Longneckflasche gab die Krombacher-Brauerei 2016 an, dass sie gut in der Hand liegt und ein perfekten Genusserlebnis bietet. Gleichzeitig hat man kritisiert, dass die Marktteilnehmer auf „Neuglaseinspeisungen“ verzichten, was zu einer verschlechterten Optik und zu Glasschäden führt.

Fump! Dieses Geräusch klingt bei der Bügelflasche noch am allerschönsten. Die Flaschen haben keinen Kronkorken, sondern einen Bügelverschluss. Den gibt es schon wesentlich länger als die Kronkorken. Als Frischesiegel haben diese Flaschen ein Etikett, welches über den Bügel geklebt ist. So kann jeder sehen, ob aus der Flasche bereits getrunken wurde. Bügelflaschen verwendet man gerne bei Flens, bei Moritz Fiege oder in der Potts Brauerei.

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