Exotisch: Birra Peja aus dem Kosovo

Wenn ich von meinem Sofa aus dem Fenster schaue, dann habe ich die albanische Flagge meines Nachbarn fest im Blick. Da der besagte Nachbar aber kein Albaner, sondern ein Kosovare ist, passt das Peja Bier perfekt zu meiner Aussicht.

Die Geschichte der Brauerei ist schnell erzählt: Seit 1971 wird in Peja Bier gebraut, bis 2010 war die Brauerei in staatlicher Hand und ist seitdem in Privatbesitz, Neben dem Braugeschäft verdienen die Biermacher*innen ihr Geld auch mit dem Betrieb von Lagerhäusern, dem Transportgeschäft sowie mit Groß- und Einzelhandelsfilialen im Kosovo.

Sitz der Brauerei und gleichzeitig ihr Namensgeber ist die Stadt Peja. Peja liegt im Westen des Landes zwischen der Grenze zu Montenegro und der Grenze zu Albanien. Mit fast 50.000 Einwohner ist Peja die viergrößte Stadt im Kosovo. Die Ursprünge der Stadt gehen bis in die Antike zurück, der Name der Stadt soll sich aus dem serbischen Wort für Höhle ergeben haben.

Peja gehört zu dem Teil Europas, der am längsten unter osmanischer Herrschaft stand. Erst nach dem ersten Balkankrieg (1912-1913) zogen die Türken ab und die Stadt gehörte zum Königreich Montenegro, während der andere Teil des Kosovo dem Königreich Serbien zugeschlagen wurde. Ende 1918 wurde Peja Teil des Königreiches Serbien-Ungarn-Slowenien und gehörte ab 1929 zum Königreich Jugoslawien, ehe 1945 die „Föderative Volksrepublik Jugoslawien“ ausgerufen wurde. Seit 2008 gehört Peja zur neu gegründeten Republik Kosovo, die von 115 Staaten anerkannt wird. Zu den Staaten die den Kosovo nicht anerkennen, gehören unter anderem Serbien, Russland und China aber auch EU-Staaten wie Spanien, Griechenland und die Slowakei.

Das bedeutendste Bauwerk ist das Patriarchenkloster der serbisch-orthodoxen Christen, welches seit 2004 zum Weltkulturerbe der Unsesco gehört. Auch Moscheen und Kirchen prägen das Stadtbild.

Zurück zum Bier: Ich konnte das Pils probieren, dazu gibt es aber noch ein Dunkles und ein Alkoholfreies im Programm. Zum Bier selber kann man gar nicht so viel erzählen. Es kommt etwas „dünn“ daher, hat dafür aber auch nur einen Alkoholgehalt von 4,2 Prozent. Es bildet einen guten Schaum, die Nase nimmt leider nicht allzu viele Aromen wahr. Im Abgang mit geringer Hopfennote. Kein ganz schlechtes Bier, aber etwas mehr von allem wäre schön gewesen.

Ein Gedanke zu „Exotisch: Birra Peja aus dem Kosovo

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