The White Pony: Italienisches Craftbier mit belgischem Einschlag

Manchmal ist man in seinen Vorurteilen gefangen. Wenn man an die italienische Küche denkt, kommt mir zu allererst Pizza und Pasta in den Sinn. Italien ist nicht nur kulinarisch ein vielseitiges Land. Die Küche zwischen Südtirol und Sizilien unterscheidet sich grundlegend, schließlich wird auch in Bayern anders gegessen als an der Nord- oder Ostsee.

In Italien gehören Canerderli, die Südtiroler Speckknödel genauso zu den beliebtesten Gerichten wie Ossobuco, Focaccia und Burrata. Bei der flüssigen Nahrungsaufnahme denkt man zuerst an Wein und auch an Kaffee. Übrigens: In Italien trinkt man übrigens zur Pizza keinen Wein, sondern eher Bier.

So habe ich das letztens auch gemacht. Zur Lachs-Pizza gab es für mich das Triple aus der „The White Pony Microbrewery“. Die Brauerei liegt in der Provinz Padua in Venetien. Eine Region die sonst eher für die Produktion von Valpolicella und Prosecco bekannt ist. Für die Brauerei ist aber ausreichend Platz.

Um das Bier zu kaufen, muss man nicht nach Padua, sondern kann zumindest das Triple der Kleinstbrauerei über www.craftbeer-shop.com kaufen. Eigentlich schade, ein Blick auf die Homepage der italienischen Bierkünstler*innen macht Lust auf mehr. Zum Beispiel das „What the fuck“, ein IPA oder das Double Wheat IPA „Atheist“. Egal ich will nicht jammern, das Triple hat mir gut gefallen.

Die Brauerei mit dem weißen Pony gibt es beinahe seit 20 Jahren. Roberto Ornano, ein Italiener mit belgischen Wurzeln, hat als Hobbybrauer begonnen und steht vor allem auf belgische Biere. Das zeigt sich beim Triple ganz deutlich, schmeckt eher nach Belgien als nach Italien. Er ist experimentierfreudig und braut in ersten Linie Stouts, Quadruples, Double IPAs und Barley Wine. Eines der Biere hat einen Alkoholgehalt von über 15 vol. %. Vorsicht ist geboten.

Die Idee der Biere entstehen in Italien, gebraut wird das meiste allerdings in der belgischen Brauerei Brouwerij ´t Gaverhopke in Wagerem. Das liegt in Westflandern zwischen Gent und dem französischen Lille. Wer das ein oder andere probieren möchte, kann das am besten in Padua tun, dort hat der Brauer einen Brewpub und viele Fässer im Anstich. Da soll es nicht nur über 200 verschiedene Biere, sondern auch feinstes italienisches Streetfood geben.

Damit konnte ich leider nicht dienen, aber die Pizza hat es auch getan. Vor dem Genuss sollte man das Bier eine Weile neben den Kühlschrank stellen. Die Trinktemperatur sollte zwischen 6 und 8°C liegen, die meisten Menschen trinken ihr Bier eh zu kalt. Einige Aromen kommen erst durch, wenn das Bier etwas Wärme annehmen kann.

Trotz der 8,5 Vol. % ist das Bier fruchtig und hat dazu eine milde Hopfenbittere und ist deswegen für ein Triple nicht zu stark.

Fast alles, was ich über Italien weiß, habe ich im Blog meiner Kollegin bei italienkompass.de gelernt. Wenn es dich interessiert, schau gerne mal vorbei.

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