Ein Stiegl in Abtenau

Jedes Mal, wenn ich die Kiste Stiegl im Gelsenkirchener Trinkgut sehe, begebe ich mich auf eine kleine Zeitreise. Es muss das Jahr 2002 gewesen sein, ich steckte grade mitten in meiner Ausbildung zum Gartenbautechniker und hatte zum ersten Mal seit einer Ewigkeit wieder sechs Wochen Sommerferien.

Während meiner Bundeswehrzeit habe ich angefangen, beim Jugendferienwerk NRW Jugendfreizeiten zu betreuen. So ging es 2002 nach Abtenau. Abtenau ist eine sogenannte Marktgemeinde im Bezirk Hallein und liegt knapp 60 Kilometer südlich von Salzburg.

Wenn ich an Abtenau denke, denke ich an die Sommerrodelbahn in Abtenau, Ausflüge ins Salzbergwerk Hallein und nach Salzburg, eine Übernachtung auf der Hütte, an Grillabende mit Käsekrainer, ans In- und Outdoorklettern, an die Zipline, den Hochseilgarten, an ein tolles Jugendhotel mit vielen Freizeitmöglichkeiten und die nächtlichen „Betreuersitzungen auf den Fluren mit später Jausenplatte, Almdudler und dem einen oder anderen Stiegl Gold.

Womit wir beim Thema wären. Die Salzburger Stiegl Brauerei gibt es seit 1492. Aktuell ist Stiegl die größte Brauerei, die sich in Privatbesitz befindet. Aktuell werden rund 1 Million Hektoliter Bier produziert. Dabei haben die Biermacher*innen eine breite Produktpalette. Neben dem Goldbräu gibt es das Helle, ein Pils, ein Zwickl, eine glutenfreie Variante, diversen Weissbieren, ein Bockbier, ein Pale Ale, sowie einige Biermischgetränke. Dazu kommen noch Hausbiere, Jahrgangsbiere und Sonderbiere.

Für Stiegl-Fans in Deutschland besteht die Möglichkeit, das Bier online zu bestellen. Leider gilt das nicht für das gesamte Sortiment.

Beim Stiegl Goldbräu handelt es sich um ein Märzen. Das Märzen ist ein untergäriges Bier, das besonders im Süden Deutschland und in Österreich gerne gebraut und getrunken wird.Ein Märzen zeichnet sich dadurch aus, dass der Alkoholgehalt zwischen 5 und % Vol. liegt und eine Stammwürze von 11 – 13°P mitbringt. Außerdem sind Märzenbiere eher malzbetont.

Wenn man das Stiegl ins Glas gießt, kommt eine goldene Farbe zum Vorschein und es wird klar, woher das Goldbräu seinen Namen hat. Die Krone ist ausgeprägt. Die Nase nimmt direkt ein Bouquet aus Malz und eine milde Hopfennote wahr. Auch im Mund ist das Malz präsent. Eine leichte Bitternote ist unverkennbar und rundet das Ganze hervorragend. Dazu kommen Karamell- und Honignoten. Passt perfekt.

Gutes braucht seine Zeit. Das gilt auch für Bier, deswegen sind die Biermacher*innen aus Salzburg Mitglied der Slow-Brewer-Bewegung.

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