Fruchtbombe aus Belgien: Das Juice Junk aus Brüssel

Belgien ist ein unterschätztes Land. Zwischen Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und Luxemburg gelegen, war es früher eigentlich nur die Transitstrecke bei Reisen nach England. Damals ging es für uns über Zeebrügge nach Hull, und von dort weiter in die englische Partnerstadt Doncaster.

Soweit müssen wir heute aber auch nicht. Das Juice Junk vom „Brussels Beer Projekt“ ist ein New England IPA. Das sogenannte NEIPA besticht mehr durch Fruchtkomponenten als durch bittere Hopfennoten. Außerdem ist es stets trüb. Dafür sorgen in der Regel die Reste von Hefe, Hopfen und Malz. Teilweise werden auch Haferflocken. Diejenigen, die das deutsche Reinheitsgebot auf den Weg gebracht haben, werden sich nun sicherlich im Grabe umdrehen.

Im Gegensatz zum IPA, ist das NEIPA deutlich fruchtiger. Der Hopfen wird erst zum Ende dazugegeben, damit die Bittere im Hopfen bleibt und die fruchtigen Aromen beim Bier die Oberhand gewinnen.

Das Juice Junk gehört zum festen Sortiment der Brüsseler Craft Beer Brauerei. Ein Blick in den Onlineshop zeigt weitere Leckereien. Der Blick nach draußen, die Sonne scheint und der Pool wartet, macht Lust auf mehr.

Zuerst steht aber das Juice Junk im Mittelpunkt: Im Glas ist das Bier trüb, so wie es sich für ein NEIPA gehört. Der ausgeprägte Schaum bildet sich und transportiert feine Gerüche von Pfirsich, Papaya, Mango, Grapefruit und Ananas in die Nase. Die eingebrauten Haferflocken machen diese Köstlichkeit weich und cremig.

Das NEIPA ist ein echtes Träumchen. Was die Nase verspricht, kann das Aroma im Gaumen halten. Das Bier ist eine Fruchtbombe. Dafür sorgt ausschließlich die Hopfenkomposition aus Mosaic, Citra, Simcoe und Nelson Sauvin. Immer wieder faszinierend.

Ich finde NEIPAS grundsätzlich extrem lecker. Vor allem im Sommer, wenn man ein fruchtiges und leichtes Sommerbier genießen will. Wenn Du es gerne fruchtig magst, kann ich dir auch die folgenden NEIPA wärmstens empfehlen:

Jopen – Blurred Lines NEIPA

Lervig – Perler vor Svin

Allerdings schade, dass es die NEIPA noch nicht in die Getränke- oder Supermärkte geschafft haben, jedenfalls nicht in der westfälischen Provinz.

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