Vergessene Brauereien: Die Isenbeck-Brauerei aus Hamm

Zu den industriellen Hochzeiten hatte fast jede Stadt ihre eigene Brauerei. Mit dem Niedergang von Kohle und Stahl begann auch die Absatzflaute der heimischen Bierindustrie. Zwar sprießen im Ruhrgebiet Craftbier- und Mikrobrauereien wie Pilze aus dem Boden, allerdings kommen diese nicht an die produzierten Mengen ihren industriellen Vorgänger an.

Beim Stichwort Hamm war ich mir immer sicher, dass es im Stadtteil Uentrop ein Kernkraftwerk gegeben hat, allerdings kam es über den Planungsstatus nicht hinaus, so dass das Projekt im Jahr 1995 eingestampft wurde. Vielmehr war Hamm mit vier Zechen eine Bergbaustadt. Dazu war Hamm Standort der Stahl- und Chemieindustrie. Hamm hatte zu Hochzeiten der Bergbauindustrie einen der größten Rangier- und Güterbahnhöfe Europas. Heute zieht in Hamm der Maximilianpark Einheimische und Tagestouristen an.

Zurück zum Wesentlichen. Die Isenbeck-Brauerei wurde bereits im 18. Jahrhundert gegründet und hat in Hamm bis zum Ende der 1980er-Jahre Bier gebraut. Vertrieben wird das Bier noch heute. Isenbeck gehört mittlerweile zur Warsteiner-Gruppe, von der die Isenbeck-Biere weiter gebraut werden.

Letztendlich musste man den Braustandort in Hamm aufgeben, da Expansiosnmöglichkeiten quasi nicht vorhanden war. Im Jahr 1990 war das Ende von Isenbeck in Hamm nicht mehr abzuwenden, das Sudhaus und Malzsilo wurden gesprengt. Damit verschwand auch überdimensionale Bierglas aus der Stadt Hamm.

Kurz darauf hat die Warsteiner-Gruppe die Marke übernommen. Seit 2006 wird das Bier nach einigen optischen Veränderung im Bereich der Verpackung wieder erfolgreicher vermarktet, sogar in Argentinien kennt und schätzt man das Pils von Isenbeck.

Auch das beliebte überdimensionale Bierglas ist wieder da und ziert ein Hochhaus in der Hammer Innenstadt.

2 Gedanken zu „Vergessene Brauereien: Die Isenbeck-Brauerei aus Hamm

  1. Das Bierglas am Universa Hochhaus gibt es seit vielen Jahren. Ich fahre fast täglich daran vorbei. Als Hammer Bürger könnte ich mal wieder einen Beitrag über meine Heimatstadt bringen. Es muß nicht immer die Tierwelt sein. Eine gute Idee. Vielen Dank.

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