Bereta: Das Westcoast IPA aus Rumänien

Wer sich mit den Bieren der Craftbier-Brauerei Bereta beschäftigen will, der muss sich, zumindestens gedanklich, auf den Weg nach Rumänien machen. Genauergesagt nach Giarmata, in eine Gemeinde unweit der Stadt Timisoara. Besagte Stadt liegt im Westen des Landes etwa 60 Kilometer von der Landesgrenze zu Serbien entfernt. Bis Ungarn ist es etwa genauso weit.

Eine Region, die bereits seit 1722 durch Deutsche besiedelt ist. Damals kamen etwa 100 Deutsche aus der Gegend von Mainz nach Giarmata, zwischen 1763 und 1765 wurde der Ort sogar erweitert, durch zahlreiche Auswanderungswellen und Deportationen wurde die deutsche Bevölkerung allerdings immer kleiner. 2008 lebten nur noch fünf deutschstämmige Personen in dem Ort. Die Spuren der deutschen Vergangenheit sind aber heute noch auf den Inschriften auf den Friedhöfen zu entdecken.

Aus der Geschichte zurück in die Gegenwart, also zum Bier: Das stammt aus der Bereta Brewing Co., die von den ehemaligen Heimbrauern Adrian Biebel und Silviu Burta gegründet wurde. Die ersten Biere entstanden 2016, damals noch in der Ground Zero Brauerei in Bukarest.

In ihrem Selbstverständnis bezeichnen die beiden Biermacher ihr Getränk als soziales Schmiermittel. Passt doch auf Bier ganz gut, findest Du nicht?

Bereits 2016 bekam das Duo einen Preis für ihr NEIPA und seit 2018 haben die Bereta-Gründer ihre eigene Brauerei. Dort werden in erster Linie trübe, fruchtige und harzige Hopfenbomben gebraut. Dazu kommen Sondersude in Zusammenarbeit mit Hop Hooligans oder Wicked Barrel.

Beim dem von mir probierten Bier handelt es sich um ein West Coast IPA mit dem Namen „´Ai Pi lei“. Angekommen ist es in der 0,44l-Dose mit geilem Design. Jetzt muss das Bier nur noch schmecken. Wenn man es eingießt, macht es bereits Lust auf mehr. Für die Nase sind Malz- und Zitrusaromen deutlich zu spüren. Auch der erste Schluck ist voller Fruchtarmen. Neben Zitrone ist auch Pfirsich deutlich herauszuschmecken. Dazu kommen tolle Malzaromen. Ein Träumchen, vor allem wenn sich später die hochgelobte Bitterkeit des Hopfens durchsetzt.

Ein absolut geiles Sommerbier, und garantiert nicht das letzte, was ich von der Bereta Brauerei getrunken habe.

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