Andere Länder, andere Biere: Die Grolsch-Brauerei aus Enschede

Jaja, die Deutschen und ihre Bierkultur. Doch Bier wird nicht nur auf der einen Seite der Grenze gebraut. Auch die niederländischen Brauer*innen verstehen ihr Handwerk. So kommt aus dem Nachbarland nicht nur der Marktführer Heineken, sondern auch deren Konkurrenz von Grolsch.

Eigentlich kommt das Grolsch ursprünglich nicht aus Enschede, sondern aus Groenlo. Das liegt unweit der Stadt Winterswijk, die in unserer Region wohl jeder kennen sollte. Dort fallen unsere Landsleute gerne Samstags oder an deutschen Feiertagen ein um sich mit günstigem Kaffee und pfandfreiem Dosenbier einzudecken.

Meine erste Begegnung mit dem Grolsch hatte ich so etwa vor 25 Jahren, als es im Recklinghäuser „Café Fabula“ eine Grolsch-Party gab. Einzelheiten möchte ich Euch an dieser Stelle ersparen. Mittlerweile ist meine Grolsch-Übersättigung abgeflaut, und ich trinke es ab und zu ganz gerne.

Grolsch gibt es 1615, und nun eben nicht mehr in Groenlo, sondern am Stadtrand von Enschede an der A35 unweit der deutsch-niederländischen Grenze bei Groenlo. Seit 2008 ist Grolsch allerdings kein eigenständiges Unternehmen mehr, sondern wurde von der SABMiller-Gruppe übernommen. Aktuell gehört Grolsch aber zur japanischen Brauereigruppe Asahi.

Bei uns dürfte dass Pilsener das einzige Grolsch-Bier sein, was den Weg in den Handel findet, auf der anderen Seite der Grenze gibt es dazu auch noch ein Stark-Bier, ein Frühlings- und ein Herbstbock, ein Weizenbier, ein Blondes, ein alkoholfreies Pils, ein Radler und mit dem Kornuit ein weiteres Pils.

Das niederländische Grolsch ist nicht nur in Deutschland, sondern weltweit in über 160 Ländern erhältlich. Bei uns gibt es das Bier aber hauptsächlich in der 0,45l-Bügelflasche.

Wenn man sich die Rezensionen zum Bier anschaut, dann gehen die Meinungen deutlich auseinander. Im Glas sieht es eigentlich ganz gut aus. Man kann bemängeln, dass der Schaum schnell zerfällt, aber der wird in den Niederlanden eh durch den Bierabschäumer vernichtet. Es riecht würzig ohne dabei die malzige Süße zu vergessen. Später kommt etwas mehr Charakter dazu und die Hopfennote macht sich breit.

Von Zeit zu Zeit eine Alternative, vor allem im Sommer. Für mich etwas besser als der große Konkurrent von Heineken, allerdings auch kein herausragendes Bier.

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