Die Slow-Brewer-Bewegung

Gut Ding will Weile haben. Das gilt natürlich auch und vor allem für das Brauen eines Bieres. So finden sich in Deutschland, Österreich, Italien und in der Schweiz immer mehr Brauereien, die sich dem Gütesiegel anschließen.

Um das Siegel auf die Etiketten drucken zu können, müssen sich die Brauereien zertifizieren lassen. Die Zertifizierung wird vom Slow-Brewing-Institut organisiert und durch externe Partner wie die TU München und die Universität Perugia unterstützt. Grundlage der Zertifizierung sind entwickelte Checklisten, die bei der Prüfung abgearbeitet werden. Die jeweiligen Produkte der Brauer*innen werden regelmäßig am Forschungszentrum Weihenstephan überprüft.

Auch an den Kriterien und Richtlinien arbeitet das Slow-Brewing-Institut, so werden diese regelmäßig auf den neuesten Stand in Sachen Wissenschaft und Technik gebracht. Dazu ist man sowohl mit Lehr- und Forschungseinrichtungen als auch mit Verbänden hervorragend vernetzt.

Das Slow Breweing steht für die schonende Art des Brauens mit dem entsprechenden Zeitfaktor und ohne Verdünnung. Dazu kommen Soft Skills wie technische und hygienische Zustände in der Brauerei, sowie der Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und der Umwelt. Deswegen steht das Gütesiegel für hochwertigen Geschmack und ein Bier, welches mit guten Gewissen auch unter sozialen und ökologischen Gesichtspunkten genossen werden kann.

Bei der Herstellung und Produktion kommt es auf die Qualität von Wasser, Malz, Hopfen und Hefe an. Auch das Bekenntnis zur traditionellen Malz-, Würze- und Bierherstellung ist für das Zertifikat notwendig.  Das Brauen mit erhöhter Stammwürze und der späteren Verdünnung mit Wasser geht für die Slow Brewer gar nicht. Auch chemisch isometrierte Hopfenprodukte, Klärmittel die hauptsächlich aus Gelantine oder pflanzlichen Produkten (z.B. Agar-Agar) hergestellt wurden, Schaumstabilisatoren mit Eisensalzen und Antioxidanzmitteln sind in diesem Bier nicht zu finden.

Wenn Du mehr dazu wissen willst, empfehle ich dir einen Blick auf die Homepage: www.slow-brewing.com

Aktuell gibt es 26 Brauereien mit gültigem Zertifiktat. In Deutschland sind die Ratsherrn Brauerei (Hamburg), die Fiege Brauerei (Bochum), die Kölner Früh-Brauerei und die Rothaus-Brauerei (Grafenhausen) wohl die bekanntesten Biermacher*innen.

Vielleicht hast Du ja Lust, bei deinem nächsten Biereinkauf mal darauf zu achten.

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