Andere Länder, andere Biere: Das Lomza-Pils aus Polen

Von Zeit zu Zeit gibt es auch im Discounter etwas exotischere Biere. Zum Beispiel das polnische Pils aus der Lomza Brauerei. Diverse polnische Biere konnte ich bereits probieren. Zum Beispiel das Tyskie, das Zywiec oder das Lech. Nun kam also das Pils von Lomza dazu.

Gebraut wird es in der gleichnahmigen Stadt. Diese liegt am Fluss Narew. Die Narew ist ein Nebenfluss der Weichsel und entspringt in den weißrussischen Wäldern von Bialowieza. In Polen mündet er nördlich von Warschau in die Weichsel.

Lomza liegt im Osten des Landes. Von dort sind es bis zur polnisch-weißrussischen Grenze etwa 140 Kilometer. Während des zweiten Weltkrieges wurde die Stadt zunächst von den Polen verteidigt und im Rahmen des Nichtangriffspaktes zwischen Deutschland und der Sowjetunion an die rote Armee übergeben. Vor dem Rückzug der Polen war die Stadt kurzfristig von der Wehrmacht besetzt. Als die Deutschen die Sowjetunion angriffen, wurde auch Lomza besetzt. Man errichtete ein jüdisches Ghetto für 9.000 Menschen, von denen 3.000 von den Deutschen erschossen würde. Die anderen Opfer wurden ins Vernichtungslager Treplinka deportiert. Während des Krieges wurde 70 Prozent der Gebäude zerstört.

Die Brauerei befindet sich aktuell im Besitz der „van Pur-Gesellschaft“. Diese betreibt neben Lomza vier weitere Brauereien. Leider gab es im Sortiment des Discounters nur das Pils. Im Sortiment der polnischen Biermacher*innen gibt es mit dem Hellen, dem Radler, dem nicht pasteurisierten Bier, dem Vollbier und drei alkoholfreien Varianten noch wesentlich mehr im Portfolio.

Unser Lomza bringt 5,7 Umdrehungen mit und ist im Glas goldgelb und bildet einen leichten Schaum. Die Nase nicht Hopfen und eine leichte Fruchtnote wahr. Das Bier bringt Süße und eine gute Kohlensäure. Es perlt, könnte auch an den äußeren Bedingungen liegen. Das Bier war gut gekühlt und es war einer der wenigen Tage, an denen der Himmel wolkenlos und die Sonne alle Reserven mobilisieren konnte. Die Rahmenbedingungen haben es dem Lomza Pils relativ leicht gemacht.

Das Bier wirkt trotz des relativ hohen Alkoholgehaltes leicht und bekömmlich, dazu kommen fruchtigen Noten. Ich fand es viel besser als erwartet. Dass es sich um kein Premiumbier handelt, war vorher klar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s