Fränkisches Rotbier-Doppel

Beim Rotbier handelt es sich um eine klassische fränkische Bierspezialität. Zwar gibt es auch ein belgisches Rotbier, das ist aber bei weitem nicht so traditionell wie das Fränkische. Bei unseren Nachbarn gibt es auch Rotbiere, die eher Fruchtbiere sind. Das wären zum Beispiel Kriek oder die Lambicbiere. In Großbritannien sind die sogenannten Red Ales am verbreitesten.

Das klassische „Original Nürnberger Rotbier“ gibt es bereits seit dem Mittelalter. Seit dieser Zeit hat das Nürnberger Rotbier seine eigenen Brauregeln. Nürnberger Rotbier ist untergärig und wird ausschließlich mit Gerstenmalz gebraut. Zu Hochzeiten des Rotbieres gab es alleine in Nürnberg 35 Rotbier-Brauereien. Heute wird das „Original Nürnberger Rotbier“ nur noch bei Schanzenbräu und in der Hausbrauerei Altstadthof. Der Tucher-Brauerei hingegen ist es gerichtlich untersagt, ihr Biere als „Original Nürnberger Rotbier“ zu verkaufen.

Fränkische Landschaft: Photo by Markus Spiske on Pexels.com

Einen ausführlichen Bericht über die Nürnberger Braukultur findest Du hier.

Bierwohl #2: Rotbier von Schanzenbräu aus Nürnberg

Die Brauerei Schanzenbräu findet man seit 2016 in Nürnberg-Höfen, die Tanklager wurden 2018 sogar noch einmal ausgebaut, deswegen können die Biermacher*innen nicht nur die Hauptsorten, sondern eben auch noch spezielle Sude herstellen. Die Geschichte der Brauerei beginnt bereits im Jahre 2004. Das erste Bier wurde in einer Hinterhofbrauerei in der Bärenschanzstraße gebraut, eine Tatsache der die Brauerei heute ihren Namen zu verdanken haben.

Eingegossen ins Glas schimmert das Bier rötlich Braun, das Malzaroma ist bereits mit der Nase wahrzunehmen. Auch der Gaumen kann sich auf ein intensives Malzaroma freuen. Der Hopfen rundet das Ganze noch ab. Das Rotbier ist für mich eher was für den Herbst, aber der Sommer hat in diesem Jahr sowieso nicht stattgefunden. Das Bier schmeckt rund und ausgewogen, die blumigen Noten runden es ab. Mir hat es geschmeckt. Gerne mehr davon.

Bierwohl #3: Birkacher Rotes aus der Brauerei Eller

Für das zweite Bier verlassen wir die Nürnberger Gefilde und reisen in nördliche Richtung. Vorbei an Erlangen und Bamberg liegt kurz vor Coburg der Untersiemauer Gemeindeteil Birkach am Forst. Der Ort hat knapp 250 Einwohner, die Brauerei Eller liegt mitten im Ortskern unweit des Dorfwiesener Baches. Die Lage ist ländlich und landwirtschaftlich geprägt. Eine Tatsache, die dem Bier zu Gute kommt. Das Bier sticht kupferrot hervor und hat einen leicht porigen Schaum. Es ist mild und trotzdem würzig. Im Vergleich zum Schanzenbräu ist es etwas würziger. Dennoch sehe ich beide Biere auf Augenhöhe.

Das „Birkacher Rote“ aus der Brauerei Eller (Birkach am Forst)

Über Bierwohl:

Marcel von www.bierwohl.com hat mir vor meinem Sommerurlaub ein Paket mit zwölf Bieren zukommen lassen. Auch an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank von mir. Falls du fränkische und bayrische Biere magst, bis Du bei Bierwohl genau richtig. Von Arcobräu bis Weiherer Bier, bei Bierwohl ist für jeden was dabei. Gehe einfach in den Online-Shop und suche dir deine Biere aus. Die bekommst du bequem nach Hause geliefert.

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