Heidenpeters Lemon Sour: Eine alternative zum Radler

Unter manchen Craftbierfanatiker*innen sind Biermischgetränke verpöhnt. Ich würde mich dem nicht unbedingt anschließen, im Sommer ist ein Radler oder etwas in dieser Richtung nicht das Schlechteste. Das beste Radler, was ich jemals getrunken habe ist übrigens das von Giesinger. Aber darum soll es nicht gehen.

Das Lemon Sour von Heidenpeters kommt direkt aus der Hauptstadt, genauer gesagt aus Kreuzberg. Die Brauerei liegt fast Spreeufer, zwischen Checkpoint Charlie und dem Treptower Park. Neben einigen Klassikern bietet die Brauerei auch immer wieder Spezialitäten an. Zurzeit sind das neben dem Lemon Sour auch Maibock, Easy Gose, Farmhouse Ale und ein Session IPA.

Der zitronige Geschmack im Sour kommt nicht, wie beim Radler, durch die Zugabe von Limonade, sondern über Zitronenschalen. Der Brauprozess ähnelt in diesem Zusammenhang eher an ein Witbier.

Das Bier wird mit Kesselsäuerung hergestellt, ein traditionelles Verfahren zur Herstellung von Sauerbier. Vereinfacht kann man sagen, bei der Gärung spricht man von einer Beimpfung mit Bierhefe, ehe das Bier zur Reifung in Fass kommt. Man spricht von einer Beimpfung, wenn Bakterien auf einen Untergrund gegeben werden, um eine Vermehrung auszulösen.

Was hier sehr technisch klingt, bringt am Ende aber ein tolles Ergebnis. Ein fruchtiges Sommerbier mit angenehmer Säure.

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