In München steht ein Hofbräuhaus…

Doch Erfurt hat das „Hofbräu am Dom“. Das ehemalige „Gasthaus zur hohen Lilie“ liegt in bester Erfurter Lage. Die Randbebauung, zu der das Gasthaus gehört, ist komplett restauriert und bietet mit dem Erfurter Dom, der Severikirche und dem Erfurter Petersberg eine tolle Kulisse.

Dom und Domplatz wurden bereits während der DDR-Zeit saniert. Das geschah mit Hilfe von Spenden und Arbeitsleistungen aus dem westlichen Teil der heutigen Republik. Neben dem Petersberg liegen das ehemalige Gefängnis und die ehemaligen Gebäude der Stasi. Im ehemaligen Gefängnis befindet sich heute eine Gedenkstätte.

Ursprünglich wurde ein Teil des Platzes von der Gera durchflossen und war deswegen eher sumpfig, im 12. Jahrhundert hat man diesen Bereich aber trockengelegt und zum Markt weiterentwickelt. Es wurde zunächst in erster Linie mit Salz, Leder und Holz gehandelt. Zu Zeiten der Mainzer Herrschaft war es auch ein Gerichtsplatz.

Jede Menge los auf dem Marktplatz.

Auch während des friedlichen Umbruchs in der DDR hatte der Domplatz eine wichtige Bedeutung. Zu den bekannten Montagsdemonstrationen kamen regelmäßig mehr als 80.000 Demonstrant*innen.  Nach der Wiedervereinigung wurde die Randbebauung des Platzes saniert und bietet dadurch bis heute ein tolles Bild.

Heutzutage in der Domplatz in erster Linie ein Marktplatz. Auch der Weihnachtsmarkt findet dort statt. Dazu gibt es ein jährliches Domstufen-Festival und auch Papst Benedikt XVI hat dem Platz und dem Dom einen Besuch abgestattet.

Ob er danach im Hofbräu am Dom war, ist eher unwahrscheinlich. Das Gebäude ist eines der ältesten Gasthäuser in Deutschland. Erstmals wurde es 1341 erwähnt, viel einige Jahre später leider dem Erfurter Brand zum Opfer. 1478 wurde es neu erbaut und war bedeutendster Gasthof der Stadt. Allerdings wurde der Gaststättenbetrieb 1991 eingestellt und das Gebäude zwischen 2000 und 2002 großzügig saniert. Seit 2017 gibt es in diesem Gebäude das „Hofbräu am Dom“. Das „Hofbräu am Dom“ ist lizensierter Markenbotschaftere des Münchener Hofbräu.

Auch wenn das Lokal in Erfurt deutlich kleiner ist als das Original, gibt es durchaus Parallelen. Genau wie in München gibt es auch in Erfurt einen Masskrug-Tresor. Die Biere gibt es, auch das gehört sich für ein bayrisches Lokal so, im 0,5- bzw. 1-Liter-Krug. Standesgemäß habe ich mich für Maß entschieden. Die war mit dem Hofbräu Original befüllt. Dabei handelt es sich um ein untergäriges Schankbier mit 5,1 % Vol. Alkohol. Die Hopfensorten Magnum, Perle und Select sorgen gemeinsam mit dem Münchener Malz für ein ausgewogenes Aroma und ein süffiges Helles.

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