Save the Date: Oktoberfest 2022

Auch wenn das Oktoberfest in diesem und im letzten Jahr ausgefallen ist, hat das Oktoberfest gestern, heute und auch morgen eine lange Geschichte und Tradition. Weltweit gibt es kein größeres Volksfest. Die „Wiesn“ wie man sie im Volksmund auch nennt, findet seit 1810 auf der Theresienwiese in München statt.

Die Theresienwiese ist ein 42ha großer Festplatz der in der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt liegt und einmal im Jahr die Massen anlockt. Jedenfalls in den Jahren, in denen das Oktoberfest stattfindet. In den letzten beiden Jahren war das leider nicht möglich, die Daten für 2022 stehen aber bereits. Dann soll das Oktoberfest vom 17. September bis zum 3. Oktober gehen.

Ob es eine Wiesn 2022 geben wird, soll abschließend im April geklärt werden. Ob es eine 2- oder 3G-Regelung geben wird ist noch nicht klar, allerdings wird der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) in Berliner Zeitung folgendermaßen zitiert: „Wenn sich jemand nicht testen oder impfen lassen will, dann wird er auch 2022 nicht aufs Oktoberfest gehen können.“ Allerdings soll es für Kinder Ausnahmen geben.

Photo by Manuel Joseph on Pexels.com

Der Ursprung des Festes geht auf die Hochzeit von Kronprinz von Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese im Jahre 1810 zurück. An diesem Tag fanden zahlreiche private Feiern und ein Pferderennen auf der Theresienwiese statt.

Das Fest wurde bereits damals, als es noch in den Kinderschuhen steckte, von Jahr zu Jahr größer. Neben dem Pferderennen gab es auch Kletterbäume, Kegelbahnen und Schaukeln. Um das gute Wetter zu nutzen, beginnt das Fest immer im September und das letzte Wochenende der Wiesen fällt in den Oktober. Seit 1880 durfte dann auch Bier ausgeschenkt werden, zunächst allerdings nur in kleineren Buden, das erste Festzelt gab es 1898.

1881 gab die erste Hendlbraterei ihre Visitenkarte ab und 1885 waren die Außenbereiche zum ersten Mal beleuchtet. Der heutige Trachtenumzug, der traditionell vor dem Oktoberfest stattfindet, hat seinen Ursprung im selben Jahr.

Während des ersten Weltkrieges fand kein Oktoberfest statt und die Nationalsozialisten nutzten seit der Machtübernahme des Fest für ihre Zwecke. So wurde 1933 der Preis für eine Maß auf 90 Pfennig festgelegt und Juden durften nicht mehr auf dem Oktoberfest arbeiten.

Zwischen 1939 und 1945 fand kein Oktoberfest statt, von 1946 bis 1948 gab es das kleinere Herbstfest, das erste „richtige“ Oktoberfest gab es erst wieder 1949.

Kritiker haben in den letzten Jahren bemängelt, dass das Oktoberfest immer mehr zum „bayrischen Ballermann“ geworden ist. Um dem entgegenzuwirken, darf in den Zelten vor 18 Uhr ausschließlich traditionelle Blasmusik gespielt werden.

Photo by Brett Sayles on Pexels.com

Neben dem Biergenuss haben auch die Fahrgeschäfte eine hohe Tradition. im Jahre 1880 wurden zum ersten Mal ein Riesenrad aufgestellt, Krinoline, Hexenschaukel, Toboggan und Teufelsrad folgten wenig später. Heute stehen neben den traditionellen Fahrgeschäften aber auch die neuesten Attraktionen auf der Theresienwiese.

Im Jahre 2019, als das Oktoberfest letztmalig stattfand, kostete die günstigste Maß in der Münchner Knödelei 11,30 Euro, in der Schützen-Festhalle musste man sogar 11,80 Euro auf den Tresen legen. Geübte Wirte sollen für das Befüllen eines Kruges übrigens nur 1,5 Sekunden brauchen.

Die Geschichte des Oktoberfestes ist allerdings noch nicht zu Ende erzählt. Die Fortsetzung folgt im nächsten Jahr.

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