Auf den Spuren von Fritz Brinkhoff

Auf dem oberen Westenhellweg, gab es früher eine kleine Bäckerei mit kleiner Schankstube und einer kleinen Brauerei. Die Gaststätte „Zum weißen Pferd“ ist die Geburtsstätte des heutigen Brinkhoffs-Bieres. Das gibt es seit immerhin 1848, damit ist Brinkhoff´s deutlich älter als die noch bekanntere Borussia.

Fritz Brinkhoff, der Namensgeber des Dortmunder Pilsener, wurde erst vier Jahre später geboren. Dabei war Brinkhoff gar kein Dortmunder, sondern ein Bochumer Junge. Wahrscheinlich ein Zufall, dass der Braumeister und der VfL im gleichen Jahr das Licht der Welt erblickten.

Der Weg zum Brauer war nicht weit, schließlich hatte seine Eltern bereits eine eigene Mälzerei. Er erlernte das Brauhandwerk in Barmen, das heute zu Wuppertal gehört und arbeitete danach für die Dortmunder Löwen-Brauerei.

Er war es, der den hellen Biertypen entwickelte und er sorgte auch dafür, dass der Umsatz immer weiter stieg. 1870 wechselte Brinkhoff dann von Barmen nach Dortmund und wurde sogar am Umsatz beteiligt, damals ein völlig unünblicher Vorgang. Aber, es sollte sich lohnen: 1972 hat man so viel Bier verkauft, dass man expandieren musste und ist dann vor die Tore der Stadt gezogen. Ein Jahr später gründete man die „Dortmunder Union-Brauerei Actiengesellschaft“ und steigerte den Ausstoss kontinuierlich bis auf 75.000 Hektoliter.

Photo by Andrej Gelenberg on Pexels.com

1923 produzierte man bereits fast 200.000 Hektoliter. Für Fritz Brinkhoff der richige Moment, um sich zur Ruhe zu setzen, leider starb er nur vier Jahre später. 1929 knackte man erstmals die magische Marke von 1.000.000 Hektolitern produziertem Bier, bis 1973 konnte man diese gigantische Summer sogar verdoppeln.

Seit 1988 gehörte Brinkhoffs dann zur „Brau und Brunnen AG“, die damit zum größten deutschen Getränkehersteller aufstieg. 1990 konnte man den Bekanntheitsgrad durch die erste geschaltete Werbung noch erweitern. Brinkhoffs setzte seinen Siegeszug auch über die Dortmunder Stadtgrenzen hinaus fort.

1994 wurde ein weiterer Umzug nötig, dieses Mal nach Lüttgendortmund. Seit 2002 heißt man auch offiziell Brinkhoffs Brauerei. Seit 2004 allerdings unter Führung der Radeberger-Gruppe. Seit 2008 gibt es die Partnerschaft zwischen Brinkhoffs und dem BVB, zwischenzeitlich wird nicht nur die Stammmarke, sondern auch das Radler und der Cola-Mix produziert.

Ob das Pils immer noch so schmeckt wie der erste Sud von Brinkhoff´s kann ich nicht sagen, aber im Glas sieht es perfekt aus. Goldgelbes Bier mit einer schönen und stabilen Schaumkrone. Süffig und malzig mit getreideartigen Aromen. In meinem Glas hat es hervorragend geschmeckt, wie ein Auswärtssieg beim BVB.

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