Vergessene Brauereien: Die Stern-Brauerei aus Essen

Früher als Rot-Weiss Essen noch in der Bundesliga spielte, war das Bier von Stern mindestens genauso erfolgreich, wie die Essener Fußballer. 1953 gewann man den DFB-Pokal und zwei Jahre später wurde man zum ersten und einzigen Male Deutscher Meister. Dazwischen gewann mit Helmut Rahn sogar ein Essener die Weltmeisterschaft.

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Die Stern-Brauerei gibt es bereits seit 1872, damals wurde sie als Actien-Brauerei gegründet. Geschlossen wurde sie 1989, allerdings wird das Stern-Pils in der Stauder-Brauerei gebraut und entsprechend verkauft.

Insgesamt waren es vier Essener, die die Brauerei gründeten, gebaut wurde die Brauerei von der Firma Funke und Schürenberg. Praktisch, so waren die beiden doch auch Gründungsmitglieder der Brauerei.

1898 nahm die Stern-Brauerei in Essen-Kray ihren Dienst auf, wurde allerdings 1922 von der Actien-Brauerei aufgekauft. 1931 wurde mit der Phoenix-Brauerei ein weiterer Konkurrent übernommen, ein Jahr später wurde die Kronen-Brauerei Essen-Borbeck „geschluckt“. Seit 1936 hatte Stern Anteile der Dortmunder Stifts-Brauerei, 1939 erwarb man zwei Kölner Brauereien.

Seit 1963 trug das Essener Unternehmen den Namen „Stern Brauerei Carl Funke AG“. 1971 übernahm man die restlichen Anteile der Stifts-Brauerei und übernahm die Kölner Dom-Brauerei komplett. In Folge dessen zog die Verwaltung nach Köln. Die Brauerei hielt die meisten Anteile der Stern-Gruppe, weitere Anteile gehörten der Familie Funke, der Commerzbank und der Allianz-Versicherung. Insgesamt waren es 75 Prozent der Anteile, die der Stern-Brauerei nicht gehörten. Diese wurde an einen englischen Bauunternehmer verkauft.

Seit 1987 wurde die Dom-Brauerei innerhalb der Gruppe als selbstständiges Unternehmen geführt und die Anteile der Stifts-Brauerei wurden von der Dortmunder Kronen-Brauerei übernommen, ehe die Brauerei 1989 geschlossen wurde. Auf dem ehemaligen Grundstück der Brauerei steht heute der RWE-Turm als Hauptzentrale.

Stern hat 1990 die Betriebsgebäude der Dampfbierbrauerei Borbeck übernommen, seit 2007 ist die Dampfbierbrauerei ein Teil der Route der Industriekultur.

Seit 2008 hat die „HSE Getränkegroßhandel GmbH“ die Alleinvertriebsrechte und verkauft das Bier in seinen Getränkemärkten.

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