Hamm meats Santa Monica

Ich möchte niemandem zu nahetreten, aber krasser als zwischen Hamm und Santa Monica können die Gegensätze wohl nicht sein. Auf der einen Seite liegt die Stadt Hamm mit rund 180.000 Einwohnern am nordöstlichen Rand des Ruhrgebietes. Hamm ist immer noch ein wichtiger Knotenpunkt der Eisenbahn, früher gab es dort sogar den größten Rangier- und Güterbahnhof in Europa.

Seit der Bundesgartenschau 1984 zieht der heutige Maximilianpark mit dem gläsernen Elefanten zahlreiche Menschen an, eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Pauluskirche, der älteste Sakralbau der Stadt.

Santa Monica liegt im US-Bundesstaat Kalifornien direkt am Pazific im Westen des Los Angeles County. Zuletzt wohnten dort etwa 95.000 Menschen. Santa Monica war zunächst eine spanische Siedlung, die von 1828 bis 1848 mexikanisch war, inzwischen aber zu Kalifornien und damit zu den USA gehört.

Das bekannteste Bauwerk in Santa Monica ist ohne Zweifel das Santa Monica Pier mit Achterbahn und Riesenrad. Zumindest die  Cineast*innen unter euch sollten das Pier im Film Forrest Gump schon einmal gesehen haben.

Hamm und Santa Monica sind seit 1969 Partnerstädte. Das hat man einem ehemaligen Hammer Bürger zu verdanken, der in den 1920er-Jahren nach Santa Monica auswanderte und in den USA ein erfolgreicher Bäcker wurde. Nach dem Krieg unterstützte er Günther Rinsche, der später Hammer Oberbürgermeister wurde. Beide verfolgten die Idee der Städtepartnerschaft, die inzwischen seit über 50 Jahren besteht.

Und so lag es auf der Hand, dass die Hammer Brauerei „Hammona Bräu“ gemeinsam mit „Santa Monica Brew“ ein Bier aufgelegt hat. Die Braumeister*innen aus den USA legen monatlich ein besonderes Bier auf, für die Macher*innen von Hammona ist es, so glaube ich jedenfalls, eine Premiere.

Bei dem Bier handelt es sich um das Helle von Hammona, dass mit einer weiteren Hopfengabe und der sogenannten Kalthopfung mit dem amerikanischen Citra-Hopfen verfeinert wurde.

Das Bier kommt, und das völlig zurecht, so gut an, dass es dauerhaft im Sortiment von Hammona bleiben soll.

Im Glas schimmert das Bier goldgelb und macht Lust auf mehr. Die Kohlensäure perlt und der Schaum glänzt und grinst einen fast an. Das Bier riecht malzig und durch den Citra-Hopfen deutlich fruchtig. Ananas, Litschi, Limette, Mango und Grapefruit finden durch die reichhaltige Hopfengabe den Weg in die Nase. Das Bier riecht wie ein extravaganter Obstkorb.

Im Antrunk ist das Bier süffig und malzig, ehe der Citra-Hopfen zur Geltung kommt. Der hat eine grasige Note und feine Fruchtnuancen von Grapefruit, Litschi, Limette und Mango im Gepäck.

Im Abgang wird es herber und der Hopfen kommt gut durch. Das Helle von Hammona hat mir schon gut gefallen, aber die Collaboration wertet das Bier noch einmal deutlich auf. Das Helle bekommt tropische Nuancen und schmeckt damit deutlich mehr nach Pazifik als nach Datteln-Hamm-Kanal.

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