Vergessene Brauereien: Das Nörten-Hardenberger aus der Martini-Brauerei

Ich verlaufe mich nur selten in den örtlichen Edeka-Markt. Als ich das letzte Mal dort war, habe ich mir eine Flasche des Nörten-Hardenberger-Bieres mitgenommen. Es handelt sich um eine bauchige 0,33-Liter-Flasche.

Die Brauerei, die dieses Bier zum ersten Mal aufgelegt hat, gibt es heute nicht mehr. Von 1893 bis 1997 stand die Martini-Brauerei in Kassel, seit 2015 wird das Bier bei Einbeck in Niedersachsen gebraut.

Gegründet wurde die Brauerei von einem bayrischen Bierfreund, der den Namen Adolf Kropf trug. Kropf verkaufte das erste Martini-Bier in der Bayrischen Bierhalle in Kassel. Die erste Brauerei stand damals neben der Martinskirche, die der Brauerei ihren Namen gab.

1895 musste die Brauerei umziehen, da man an dem alten Braustandort nicht mehr als 24.000 Hektoliter Bier brauen konnte. Die neue Heimat der Martini-Brauerei wurde ein geräumiges Grundstück an der Kölner Straße.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Brauerei fast komplett zerstört, durch Hilfe der Belegschaft blieb die Brauerei aber erstmal im Besitz der Familie Kropf.

1992 war die Familienbrauerei Geschichte, als die  Brauerei durch die Henninger Brau AG übernommen wurde. 1997 war es dann die Brauerei Einbeck, die die Martini-Brauerei in ihre Gruppe holte und mittlerweile auch das Bier für die Hessen braut. Seit 2015 existiert die Brauerei in Kassel nicht mehr, dennoch ist das Bier ist Großraum Kassel weiterhin sehr beliebt.

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