Verliebt in Oma Lene

Wenn man bereits zusammengestellte Bierpakete kauft hat das den Vorteil, dass man Biere kauft und probiert die man sonst eher nicht in seinem Kühlschrank hat. Ein Beispiel ist das Lebkuchen Ale „Oma Lene“ aus der Mashsee-Brauerei aus Hannover.

Die meisten von euch dürften Lebkuchen als süßes und gewürztes Gebäck zur Weihnachtszeit kennen. Traditionell ist Lebkuchen mit Anis, Fenchel, Ingwer, Kardamom, Koriander, Muskat, Nelken, Piment und Zimt gewürzt. Auf dem Weihnachtsteller habe ich den Lebkuchen immer übriggelassen oder gewartet, bis ihn andere weggegessen haben.

Zur diesjährigen Weihnachtszeit gibt es den Lebkuchen aber nicht nur in fester, sondern auch in flüssiger Form.

Oma Lene ist ein klassisches Brown Ale, bei dem der gute Lebkuchen Lenchen in der Braukessel gegeben und schließlich mit eingebraut wurde. Craftbier-Skeptiker und Pils-Fetischisten mögen nun mit der Nase rümpfen, aber das Bier in den Craftbiermacher*innen aus der niedersächsischen Hauptstadt extrem gelungen.

Das Lebkuchen-Ale von Mashsee: Unbedingt probieren

Neben dem Lebkuchen hat man den Glacier-Hopfen, der die Aromen von Pfirsich, Aprikose und Zitrusfrüchten mitbringt, eingebraut. Bei den Malzen setzt man Pilsener, Crystal Light und Heritage, DRC, CaraHell und Melanoidin. Zusätzlich kommen die typischen Lebkuchengewürze hinzu.

Im Glas, vorzugsweise im Teku-Pokal, kommt das Bier kastanienfarben rüber und bringt eine gediegene Schaumkrone mit. Der Antrunk ist, typisch Brown Ale eben, malzig doch dann bringt Oma Lene das volle Lebkuchen-Aroma mit. Das Aroma gefällt mir in flüssiger Form deutlich besser als in der festen Variante. Dennoch macht das Bier neugierig auf den Lebkuchen.

Die ersten schriftlichen Nachweise von Lebkuchenähnlichem Gebäck stammen aus dem Jahr 350 vor Christus, der heutige Lebkuchen wurde im belgischen Dinat entwickelt und fand dann den Weg über Aachen (Aachener Printen) nach Franken. Die sogenannten Lebkuchenstädte sind immer Städte, die bereits früher Handelsbeziehungen zu fernen Ländern hatten. Das waren u.a. Nürnberg, Köln und Basel.

Oma Lene ist der Beweis, dass man immer wieder Neues probieren und neuen Dingen aufgeschlossen sein sollte. Hätte ich Oma Lene nicht kennengelernt, hätte ich garantiert was verpasst.

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