Bitburger: Von der Kleinbrauerei zum Weltkonzern

Der Weg von der Gründung der Brauerei bis zum Weltkonzern war ein weiter und steiniger. Damals, man schrieb das Jahr 1817, gründete der Braumeister Johann Peter Wallenborn die Brauerei, die nach seinem Tod von dessen Witwe weitergeführt wurde. Später wurde die Brauerei von ihrem Schwiegersohn übernommen. In dieser Zeit wurde auch der Brauerei-Ausschank „Zum Simonbräu“ gegründet.

Seine Nachfahren starteten bei Bitburger das Versandgeschäft. Was heute in Zeiten der Onlineshops gängige Praxis ist, war um 1976 unvorstellbar. Wer Bier haben wollte, musste sich das an der Brauerei abholen. Die Biermacher aus der Eifel steigerte ihren Ausstoß erstmalig auf 1.000 Hektoliter pro Jahr und waren in der Lage, ihr Bier ganzjährig in der Kunstkellerei mit Hilfe von Natureis zu kühlen.

Die Eisenbahnstrecke zwischen Trier und Köln beschleunigte den Vertrieb und so wurde das Bier bis in den Großraum Köln verkauft. 1880 wurde das Bitburger erstmals in Flaschen verkauft. So fand es seinen Weg unter anderem zur Weltausstellung in Chicago im Jahr 1893.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde erst 1919 in Bitburg wieder Bier gebraut und bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges viel investiert und ausprobiert. Kurz vor dem Beginn des zweiten Weltkrieges sprengte Bitburger die magische Produktionsmenge von 100.000 Hektolitern. Wenige Jahre später wurden große Teile der Brauerei zerstört, allerdings hat man 1945 bereits wieder den ersten Dünnbier-Sud angesetzt.

Fünf Jahre später führte man die Steini-Flasche ein, und ließ sich den Begriff „Stubbi“ für diese Flaschenform schützen, auch der Werbeslogan „Bitte ein Bit“ wurde in dieser Zeit geboren. Man baute ein neues Sudhaus und baute die Fördermenge bis auf 3,9 Mio. Hektoliter pro Jahr aus.

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Ende der 1980 Jahre übernahm man die Schultheis-Brauerei in Weißenthurm und die Coblenzer Kloster-Brauerei. 1990 gründete man eine Versuchsbrauerei, die heute unter dem Namen „Craftwerk Brewing“ auf dem Craftbiersektor unterwegs ist. In den 1990-er Jahren brachte man alkoholfreie Varianten auf den Markt, du diesem Zeitpunkt war das Bitburger die beliebteste Fassbiermarke der Deutschen.

Mit dem Bit Sun, einem Radler, Bit Passion und Copa einem Malzbier und weiteren Getränken wurde das Sortiment stetig erweitert. Heute gehören neben dem Klassiker Premium Pils, das Eifeler Landbräu, ein glutenfreies Helles, dem Kellerbier, einem Leichtbier, zwei Bockbieren und andere alkoholfreien Getränken und weitere Mischgetränke zum Sortiment.

Heute wird in Bitburg auf einer Fläche von 232.000m² und mit fünf eigenen Brunnen pro Jahr 4 Millionen Hektoliter Bier gebraut. Das Pils aus der Eifel wird in 50.000 gastronomischen Betrieben in über 60 Ländern verkauft. Am meisten davon bleibt in Deutschland oder geht nach Italien, Spanien, nach Großbritannien oder in die USA und Kanada.

Zum Bitburger-Konzern gehören aktuell auch König-Pilsener, Köstritzer, Licher, Craftwerk Brewing, Königsbacher Pilsener, Nette und Kandi-Malz. Dazu ist man Vertriebspartner für Benediktiner Weissbier.

Neben seinem Einsatz im Sponsoring (u.a. Motorsport und Fußball-Bundesliga) engagiert sich Bitburger über die Dr.-Hanns-Simon-Stiftung. Diese Stiftung unterhält unter anderem ein Museum mit Werken des Eifelmalers Fritz von Wille und ist ein Träger der Bitburger Stadtbibliothek. Durch Engagements  beim Theater Trier und dem Mosel Musikfestival ist man auch ein wichtiger Kulturförderer in der Region.

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