Das Emmerbier von Riedenburger

Bier ohne Getreide ist kaum vorstellbar. Für unsere Landwirte sind dabei Weizen, Gerste, Mais, Roggen, Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen), Hafer und Dinkel die wichtigsten Getreidesorten.

Einige alte Sorten, wie zum Beispiel Emmer, werden dabei leider kaum noch angebaut. Emmer ist auch unter dem Begriff Zweikorn bekannt. Wenn man ihn heute noch findet, dann meistens als schwarzen Emmer, daneben gibt es das Zweikorn aber auch noch in weiß und rot.

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Ohne zu tief in die Botanik einsteigen zu wollen: Der wilde Emmer gilt als Urvater der Emmerreihe, zu der auch der Hartweizen und der Kamut (alte Form des Sommerweizens). Der wilde Emmer, der heute in der Türkei und in Teilen des Nahen Ostens vorkommt, kann mit dem domestizierten Weizen fruchtbare Kreuzungen eingehen.

Emmer kann nicht nur Grundlage für Bier sein, er wird für das Brotbacken und in der Floristik und in der Kulinarik ebenfalls verwendet. Der Anbau von Emmer ist in Deutschland nicht wirklich weit verbreitet. Rund um Coburg finden sich aber ein paar Felder, auf denen Emmer wächst. In anderen Teilen der Welt hat der Emmer eine wesentlich höhere Bedeutung, in Äthiopiern soll er die Nahrungssicherheit der Bevölkerung verbessern.

Sein Ertrag ist aber deutlich niedriger als der des Weizens.

Das von mir getrunkene Emmerbier kam aus der Riedenburger Brauerei aus Niederbayern. Abgefüllt ist es in einer klassischen 0,5 Liter-Bügelflasche. Beim Öffnen verströmt es bereits ein malziges und getreidiges Aroma. Im Glas schimmert es kastanien- bis bernsteinfarben, der Schaum ist ebenfalls leicht bräunlich.

Beim Eingießen darf sich die Nase freuen. Er riecht nach Karamell und Nüssen. Dazu kommt ein brotiger Geruch mit hellem Malz. Beim Antrunk schmeckt man ein süffiges, getreidiges und mildes Bier. Das Karamellaroma übernimmt die Führung, man meint auch Keks und Haselnuss herauszuschmecken.

Die Bitterkeit ist sehr dezent und nimmt dem Bier nicht die süffige Note. Das Emmerbier ist ein leckeres und süffiges Bierchen. Für mich weder ein Sommer-, noch ein Winterbier. Geschmacklich würde es für mich am besten in die ersten Frühlingstage oder in den goldenen Herbst passen.

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