Hessisches Mitbringsel: Das Schöppchen

Ein Schoppen ist ein Begriff, den ich bisher nicht mit Bier in Verbindung gebracht habe. Im pfälzischen und im alemannischen Sprachraum ist ein Schoppen Wein einen halben Liter groß, in Rheinhessen bekommt man pro Schoppen etwas weniger, nämlich nur 0,4 Liter. Wir haben uns in Zeiten der Coronapandemie ja an unterschiedliche Regelungen gewöhnt, die gab es aber, wie man sieht, bereits vorher.

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Ein Schoppenwein ist übrigens ein einfacher Wein, der offen ausgeschänkt wird, übersetzt bedeutet Schoppen so viel wie ein Handschlag. Ein alter Brauch besagt, dass ein Vertrag nicht nur mit einem Handschlag, sondern mit einem gemeinsamen Trunk besiegelt und abgeschlossen wird.

Das passende Glas ist entweder ein Geripptes, ein Dubbeglas oder die Mainzer Stange. Alle drei erinnern an die typischen Trinkgläser, die wohl jeder zuhause hat.

Unser Schöppchen hat mit Wein nichts zu tun. Auch an die vorgeschriebene Inhaltsmenge haben sich die Braumeister*innen der Vogelsberger Landbrauereien nicht gehalten. Mein Schöppchen gab es in der 0,33l-Flasche. Alternativ ist sie aber auch als 0,5l-Version zu haben.

Die Braugerste stammt aus dem Vogelsberger Umland, das Brauwasser kommt direkt aus dem Vulkangestein. Dazu kommt eine handwerkliche Brauweise. Entstanden ist ein feines helles mit einer sehr schönen malzigen und getreidigen Note. Vom Geschmack erinnert es mich stark an das Helle aus der Essener Stauder-Brauerei. Ein tolles mildes, dezent würziges und süffiges Frühlingsbier. Sehr zum Wohle

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