Kölner Dreigestirn

Auch wenn die Session vorüber ist und zu mindestens zahlreiche gläubige Christen noch bis zum 14. April fasten, hatte ich bis vor kurzem ein echtes Dreigestirn aus Köln in meinem Bierkühlschrank. Aus der Kölner Brauerei Heller habe ich nämlich das Kölsch, eine Wiess und das Weizen probiert.

Immerhin seit über 30 Jahren brauen die Biermacher*innen von Hellers ihr Bier im Kwartier Latäng. Das Kwartier Latäng ist eines der bekannteren Veedel in der Rheinmetropole. Es ist der Treffpunkt für Studentinnen und Studenten. Morgens oder mittags geht’s in die Uni und abends pulsiert dort das Leben und das Kölsch, nicht nur von Hellers fließt dort in Strömen aus dem Zapfhahn.

Das erste Bier was von Hellers gebraut wurde war das Wiess. Man spricht hier von der Urform des heutigen Kölsch. Im Vergleich zum Kölsch ist die Wiess ungefiltert und deswegen naturtrüb. Es ist süffig und mild. Eine Wiess riecht viel intensiver als die gefiltere Variante. Das Aromenspiel aus Zitrusfrüchten und floralen Noten ist dezent aber unverkennbar. Im Antrunk süßlich wird es im Abgang von einer leichten Bittere abgelöst.

Dadurch dass das die Aromen viel stärker sind und eine Wiess deutlich mehr Charakter hat, ist die Wiess für mich das bessere Kölsch.

Aber auch das Kölsch kann sich sehen lassen. Es ist glanzfein, strohgelb und hat die für ein Kölsch entsprechende Schaumkrone. Der Geschmack ist erdig und kräuertig, aber nicht so intensiv im Geschmack wie die Wiess.

Das Weizenbier macht das Dreigestirn komplett. Die Hefe ist spektakulär und der Weizen sorgt für die Fruchtigkeit. Bananen- und Zitronenaromen und etwas Nelke finden sich in der Nase und im Antrunk wieder, im Abgang kommt die Süße durch.

Wer es stilecht mag, kann die drei Biere und auch die anderen Kreationen (Pils, Bockbier und leichtes Weizen) im eigenen Brauhaus probieren. Dazu gibt es auch einen eigenen Bierbrand und den Kallendresser, einen Kräuterlikör.

Als Grundlage empfehlen sich kölsche Spezialitäten wie Halver Hahn, Himmel und Ääd und Sauerbraten. Aber auch Schnitzelfreund*innen  und Veganer*innen können dort durchaus auf ihre Kosten kommen.

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