Die Export-Pioniere von Dortmunder Kronen

Ein Exportbier heißt Exportbier, weil es länger haltbar ist und deswegen besser zu exportieren ist. Heute lassen sich alle möglichen Biere exportieren, dennoch ist das Export noch nicht in Vergessenheit geraten. Ein Export ist stärker gebraut und hat deswegen nicht nur mehr Alkohol, sondern eben auch mehr Geschmack.

Mit dem Beginn der Industrialisierung begann der Siegeszug des Exportes. Erstmals wurde es in Dortmund 1843 in der Krone am Markt, der heutigen Kronen Brauerei, gebraut. Der damalige Braumeister hatte seine Ausbildung in München und Wien bestritten und brachte die Brautechnik mit in die heutige Bier- und Fußballstadt.

Nachdem die künstliche Kühlung erfunden wurde, entstanden zahlreiche Großbrauereien und Dortmund wurde die Stadt mit dem meisten Bierausstoß in Europa. Bis in die 1970er-Jahre war das Export das beliebteste Bier der Biertrinker*innen im Ruhrgebiet, ehe es vom Pils abgelöst wurde. Nicht nur Dortmunder Brauereien setzten aber heute wieder auf ein Export in ihrem Sortiment.

Ein Dortmunder Bier darf übrigens nur dann den Namen Dortmunder tragen, wenn es mit Dortmunder Brauwasser gebraut wurde. Das Brauwasser in Dortmund hat einen hohen Anteil an Sulfat-Ionen, was sich entsprechend auf den Geschmack auswirken soll.

Auch heute ist ein Kronen Export eines der bekannteren Exportbiere in der Region. Nach der Übernahme der Stiftsbrauerei (1987) und der Thier-Brauerei (1992) gehört Kronen aktuell zur Radeberger Gruppe und damit zu Dr. Oetker.

Das Kronen schimmert goldgelb im Glas, dazu lasse ich mir im Burghof Lüdinghausen gerne einen Burger schmecken. Den braucht es aber nicht zwangsläufig, schmeckt auch so.

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