Das Landbier von Potts

Wer im Westfälisch aufwächst bzw. lebt, der kennt auch das Landbier von Potts aus Oelde. Die Biermacher*innen aus dem Kreis Warendorf haben zwar nicht nur das Landbier im Sortiment, aber das dunkle Bierchen, was in kleinen Bügelflaschen im Handel zu finden ist, ist das Zugpferd für Brauerei.

Auch wenn es um Kulinarik geht, kann ein Blick in die Vergangenheit nicht schaden. Als der Jesuitenorden aufgelöst wurde, begann die Geschichte der Potts Brauerei.  Gründungsvater war Franz Arnold Veltmann, der Ur-Vorfahre des heutigen Braumeisters und Betriebswirtes Jörg Pott. Die Brauereiräume, inclusive Bäckerei und Landwirtschaftsflächen wurden zunächst vom Kloster gepachtet und im weiteren Verlauf gekauft.

Nach dem Krieg und mit Gründung der Bundesrepublik Deutschland hat man die Brauerei runderneuert und begonnen, in die Limonadenproduktion einzusteigen. Seit 1981 gab es Potts wieder in den Bügelflaschen und mit dem Pilsener gab es eine neue Sorte, die nach der Brauerei benannt wurde.

Das Landbier, welches bis dato unter dem Namen „Oelder Landbier“ auf dem Markt erhältlich war, wurde ebenfalls umgetauft, und fand kurz nach Einführung des Pilseners als „Potts Landbier“ den Weg in die Regale und Schankbetriebe.

Die alte Brauerei wurde langsam aber sicher zu klein, so dass man an den Vierjahreszeiten in die Nähe der Autobahn A2 zog. Die neue Brauerei ist gläsern und offen für Jedermann und Jederfrau. Mittlerweile wurde die Brauerei mit der gläsernen Brauerei und Metzgerei, dem Brau- und Backhaus, dem Museum, einem Brunnenkino und der Schatzkammer erweitert.

Photo by ELEVATE on Pexels.com

Im letzten Bauabschnitt und der Schaffung des Malzhauses, des Sudhauses und des Gärkellers ging die Zeit der Altstadtbrauerei endgültig zu Ende.

Und weil ein gutes Bier mit der Auswahl von qualitativ hochwertigen Rohstoffen beginnt, setzen die Biermacher*innen von Potts auf Produkte aus heimischer Produktion. Man verzichtet auf scharfe Filtration und auch das pasteurisieren gibt es bei Potts nicht. Bei Potts achtet man das deutsche Reinheitsgebot.

Das Landbier von Potts war das erste in NRW gebraute Landbier. Im Geschmack eher kräftig, malzig und besonders würzig. Dabei verliert es aber auch nicht an seiner drinkabilty. Im Landbier sind insgesamt vier Malzsorten, die dem Bier die Bernsteinfarbe bringen, der Hopfen hält sich zurück und bietet dem Malz die Bühne, die er braucht.

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