Vergessene Brauereien: Das Hansa-Pils aus Dortmund

Zu den bekanntesten ehemaligen Brauereien gehört ganz klar die Hansa-Brauerei aus Dortmund. 1875 wurde von den Gründern Herman Tepel und Eduard Habisch beschlossen die Brauerei  „Bairisch Bierbrauerei“  zu gründen. Zehn Jahre später eröffnete einer der beiden dann die Dortmunder Borussia Brauerei. Allerdings hatte die Brauerei wirtschaftliche Schwierigkeiten und der damalige Direktor nahm sich wegen der aussichtslosen Lage und den vielen Schulden das Leben.

1901 wird das Unternehmen von einem Gläubiger-Konsortium übernommen, und die Hansa-Brauerei war gegründet. Durch die Modernisierung konnte man sich am Markt behaupten und zu Beginn des ersten Weltkrieges lag die Produktionsmenge bei 120.000 Hektoliter. Auf Grund des Krieges und der wirtschaftlichen Probleme übernahm Hansa mit Bergschlösschen und dem Martener Brauhaus zwei lokale Konkurrenten und eine Brauerei aus dem Münsterland, sowie drei weitere aus dem Sauerland.

Auch im zweiten Weltkrieg war die Situation schwierig, eine Kooperation mit Sinalco rettete den Hansa-Biermachern aber das wirtschaftliche Überleben.  1971 übernimmt die Dortmunder Actien-Brauerei die Mehrheit bei Hansa. Auf dem ehemaligen Gelände der Hansa-Brauerei steht heute das Brauereimuseum.

Das berühmte Hansa-Pils gibt es noch heute, allerdings wird es aktuell bei DAB gebraut. Das Bier fand man vor allem in der Punkszene wieder, allerdings ist das Bier von Hansa auch in zahlreichen Filmen (z.B. Bang Boom Bang, Was nicht passt, wird passend gemacht…) präsent.

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