Vergessene Brauerein: Die Union-Brauerei aus Dortmund

Die Dortmunder Union-Brauerei, die mittlerweile unter dem Namen Brinkhoffs am Markt ist, gehört inzwischen zur Radeberger Gruppe. Trotzdem gibt es neben dem bekannten Brinkhoffs Nr.1 eben auch das Pils und das Export von Union.

Der Ursprung der Union Brauerei ist die Hausbrauerei von Wilhelm Struck, der am Westenhellweg neben der Brauerei auch eine Bäckerei und eine eigene Schankwirtschaft betrieb.  1870 hat man Fritz Brinkhoff, dem späteren Namensgeber der Brinkhoffs Brauerei, von der Dortmunder Löwenbrauerei abgeworben. Gleichzeitig wurde aus der Union-Brauerei eine offene Handelsgesellschaft.

Das Dortmunder Export wurde 1887 geboren, als ein Fehlsud in Richtung Aachen geliefert wurde und den Aachener Biertrinker*innen offensichtlich gefallen hat. In diesem Jahr produzierten die Braumeister von Union bereits 75.000 Hektoliter.

In den 1920er-Jahren übernahm man die Germania-Brauerei, zu diesem Zeitpunkt wurde auf dem Brauereigelände auch das Haus errichtet, dass die meisten wohl als Dortmunder „U“ kennen. Das Haus war gleichzeitig Wahrzeichen der Brauerei und war damals Gär- und Lagerkeller.

1929 wurde erstmals die damals magische Grenze von einer Million Hektoliter Bier gesprengt, welches zum größten Teil exportiert wurde.

Photo by Andrej Gelenberg on Pexels.com

Während des dritten Reiches wurden bei der Brauerei damals alle sogenannten „Nichtarier“ aus ihren öffentlichen Positionen gedrängt. Federführend soll damals Brauereidirektor Bruno Schüler gewesen sein.

Im Krieg wurde die Brauerei durch Bombenangriffe massiv geschädigt, die Produktion brach dramatisch. Erst im Jahr 1956 konnte man die Produktionsmengen von einer Million Hektoliter wieder erreichen.

In den 1990er-Jahren übernahm man die Dortmunder Ritter Brauerei und verlegte die Produktion nach Lüttgendortmund, inzwischen wird das Bier von der Dortmunder Actien-Brauerei hergestellt.

2004 wurde die Brauerei, bis auf das Dortmunder U, abgerissen. Heute befindet sich dort ein Museum. Außerdem wird das Gebäude als Ort für Forschung, Lernen und des Erlebens genutzt. Auch die Kunst spielt eine große Rolle im Dortmunder U.

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