Eine Auszeit in Kamp-Lintfort

Manchmal ist es wichtig, sich eine Auszeit zu nehmen. Entscheidend ist, finde ich, rauszukommen und den Kopf frei zu bekommen. Dabei es nicht entscheidend, wie weit man fährt, sondern wohin man fährt. So führte uns der Weg in Wellings Parkhotel nach Kamp-Lintfort. Tolle Zimmer, nettes Personal, hervorragende Küche und perfekte Bierbegleitung.

Schoppe-Bräu: Champagner der Straße

IPA´s sind nicht nur bekannt, sondern auch vielseitig. Neben einem Session IPA, dem New England IPA (NEIPA) und dem Milkshake IPA gibt es eben auch ein Brut IPA. Das Geheimnis der Brut IPA´s sind spezielle Hefen. Die ersten die sowas gebraut haben waren die Biermacher*innen von Social Brewing in San Francisco. Mittlerweile gibt es das Bier auch bei der Rügener Insel-Brauerei ( Insel-Kreide) oder eben den Champagner der Straße von Schoppe aus Berlin.

Beim Brut Ale wird dem Sud ein spezielles Enzym zugegeben. Eigentlich ist das beim Porter oder Stout ein üblicher Prozess, um das Bier trinkbarer zu machen, ohne dabei den Alkoholgehalt zu minimieren. Das Ale zeichnet sich dadurch aus, dass es prickelnd aber sehr trocken ist, genauso wie ein „Brut“ in der Welt des Champagners.

Während die einen eher auf die Süße setzen, bauen andere eher auf würzige und blumigere Sorten. Die Version, die ich in meinem Glas hatte war eher etwas leichter. Als Hopfensorten kommen hier Hallertauer Blanc, Mosaic und Cascade zum Zug. Die Sorten für den Duft von Apfel, Birne, sowie für erdige und florale Aromen. Im Glas schimmert es fast Bernsteinfarben und hat dazu eine cremige Mütze auf. Sieht lecker aus und schmeckt auch so. Spritzig mit deutlicher Ähnlichkeit zum Champagner. Nicht bitter, sondern süffig. Geiles und spannendes Zeug.

Wer mehr über Brut Ales wissen will, kann das ganze hier nachlesen.

Braumanufaktur Hertl: Opa´s Kellerbier

Das zweite Bier des Tages war das Kellerbier „Opa´s Liebling“ aus der fränkischen Brauereimanufaktur Hertl. Die Brauerei von David Hertl soll die kleinste Brauerei Deutschlands sein. Sie hat aber, vor allem bei Craftbier-Freund*innen, einen ungleich größeren Bekanntheitswert. Neben seinen Stammbieren, zu dem auch das Kellerbier gehört, hat er auch „verrückte Sachen“, wie einen Hopfengin und die Gurkengose im Sortiment.

Das Kellerbier bringt Aromen von Nelke, dem typischen Malz und Karamell mit. Hopfig ist es nicht, dafür süffig. Das ist eben das, was man sich einem Kellerbier aus Süddeutschland eben vorstellt. Es schimmert deutlich bernsteinfarben und trüb im Glas. Auch wenn ein Kellerbier geschmacklich eher in den Herbst passt, ist es auch im Sommer uneingeschränkt zu empfehlen.

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