Bayrische Bierzelt-Kultur

Das Münchner Oktoberfest ist nicht nur das größte Volksfest der Welt, sondern auch das Fest der Bierzelte. Auf dem Oktoberfest gibt es mit dem Armbrustschützenzelt, der Augustiner-Festhalle, dem Pschrorr-Braurösl, der Fischer-Vroni, dem Hacker-Festzelt, dem Hipposdrom, dem Marstall-Festzelt, dem Hofbräu-Festzelt, der Käfer Wiesn-Schenke, Kufflers Weinzelt , dem Löwenbräu-Festzelt, der Ochsenbraterei, dem Paulaner-Festzelt, der Festhalle Schottenhammel und dem Schützen-Festzelt 15 große Festzelte. Zusammen bieten die Festzelte 96.055 Besucher*innen Platz. Die kleinen Bierzelte bieten nochmal Platz für 8.039 Gäste.

Die ersten Aufbauarbeiten beginnen meistens schon in den Sommerferien, beim Oktoberfest wird übrigens nur Bier aus München ausgeschenkt.

Jedes Zelt hat dabei seine eigene Besonderheit: Im Armbrustschützenzelt werden jedes Jahr die Deutschen Meisterschaften der Armbrustschützen durchgeführt, in der Augustiner Festhalle gibt es Bier aus Holzfässern, im Pschorr-Braurösl findet am jeden ersten Sonntag der Gay-Sonntag statt und in der Käfer Wiesn-Schänke werden ausgefallenere Speisen angeboten als in den anderen Zelten.

Die Bierzelte sind den Münchner*innen heilig und deswegen werden natürlich Festzeltkonditionen vergeben. Dafür sind die Brauereien zuständig, die auch das Bier für das Oktoberfest brauen. Jede Brauerei muss für ihr Zelt Festwirte (mit zwei möglichen Alternativen) vorschlagen. Die Festwirte brauchen Erfahrung bei der Führung eines gastronomischen Betriebes. Dazu kommt, dass er oder sie sich keinerlei Verstöße gegen Gewerbeordnung, Lebensmittel-, Steuer- oder Ausländerrecht leisten darf.

Photo by Manuel Joseph on Pexels.com

Die Vorschläge werden dem Wirtschaftsreferenten der Stadt München unterbreitet, der das Vorschlagsrecht gegenüber dem Wirtschaftschaftsausschuss durch sein Amt ausübt. Die letztendliche Entscheidung trifft aber der Wiesnausschuss der Stadt München.

In der Regel soll es aber so laufen, dass die Konzessionen jedes Jahr an eine bekannte Gruppe von Wirten vergeben werden. Auch die Nachfolgeregelungen entscheidet der Ausschuss. Der damalige Wirtschaftsreferent hat 2001 die Übertragung der Konzession innerhalb der Wirtefamilie Heide empfohlen.

Auf dem Oktoberfest wird Bier traditionsgemäß nur an Sitzende ausgeschenkt. Die Gäste sitzen in Reihen, lediglich im Schotenhammel-Festzelt stehen die Tische im Quadrat.

Musik gibt es in jedem Festzelt von der Blaskapelle, lediglich in den Außenbereichen wird die Musik aus den Hallen übertragen.

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